Auf dem Biohof Luftensteiner in Pabneukirchen fand in der letzten Juliwoche eine mehrtägige Zirkuswoche statt, die Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk Perg und Umgebung ansprach. Unter Anleitung von Zirkuspädagoginnen und -pädagogen aus Österreich und Deutschland bereiteten sich die Teilnehmenden fünf Tage lang auf eine gemeinsame Abschlussvorstellung vor.
Vom Training zur Bühne
Im Programm standen grundlegende Zirkusdisziplinen: die Teilnehmenden übten Jonglieren, trainierten auf dem Trampolin und probten akrobatische Pyramiden. Ziel war es, die erlernten Nummern zu einer etwa einstündigen Aufführung zusammenzuführen, die vor Eltern, Verwandten und weiteren Interessierten im Zirkuszelt gezeigt wurde.
Verbindung von Pädagogik und Regionalität
Der Biohof setzte dabei nicht nur auf zirkuspädagogische Inhalte, sondern auch auf eine regionale Verpflegung: In der sogenannten Zirkusküche wurden die Kinder mit saisonalen, hofeigenen Produkten versorgt. Milch, Käse und Kartoffeln stammten vom eigenen Betrieb. Neben dem Training blieb Zeit für Naturerfahrungen: die jungen Teilnehmenden konnten Kälbchen streicheln, Kühe füttern und basteln.
"Durch die zirkuspädagogische Arbeit entdecken die Kinder ihre Talente neu und können ihre Stärken in der Manege vor Publikum präsentieren"
Dieses Zitat stammt von Sophia Luftensteiner, die als Bäuerin und Zirkuspädagogin maßgeblich an der Organisation beteiligt war. Die Verbindung von landwirtschaftlichem Alltag und Zirkuserfahrung soll den Kindern neben technischen Fertigkeiten auch Selbstvertrauen und Gemeinschaftssinn vermitteln.
Team und Ablauf
Das Betreuungsteam bestand aus mehreren Fachkräften und Pädagoginnen beziehungsweise Pädagogen. Zur Abschlussveranstaltung kamen zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer, um die vielfältigen Beiträge aus Artistik, Clownerie und Jonglage zu sehen.
- Fünf Tage intensives Training
- Regionale Verpflegung vom Hof
- Abschlussaufführung im Zirkuszelt (ca. eine Stunde)
| Name | Funktion |
|---|---|
| Nina Roeß | Zirkuspädagogin/Zirkuspädagoge |
| Annika Hammer | Zirkuspädagogin/Zirkuspädagoge |
| Andi Geyer | Zirkuspädagoge |
| Regina Bömer | Zirkuspädagogin |
| Michael Luftensteiner | Zirkuspädagoge |
| Sophia Luftensteiner | Bäuerin und Zirkuspädagogin |
Für Familien im Bezirk bietet ein derartiges Projekt mehrere konkrete Vorteile: Es verbindet Freizeitgestaltung mit pädagogischen Inhalten, fördert körperliche Aktivität und soziale Kompetenzen und stärkt die Bindung zur heimischen Landwirtschaft. Für Veranstalter und Ehrenamtliche ist die Organisation einer solchen Woche mit erheblichem Planungsaufwand verbunden – von Betreuungskonzepten über Verpflegung bis hin zur Absicherung der Aufführung.
Die positive Resonanz bei Publikum und Beteiligten zeigt, dass niedrigschwellige Kulturangebote auf dem Land auf großes Interesse stoßen. Die Kombination aus kreativem Angebot und regionaler Verankerung macht die Zirkuswoche zu einem Modell, das sich auch für andere Gemeinden im Bezirk Perg eignen könnte.