UV-Gefahr nicht unterschätzen
Der Sommer bringt Sonne, Freizeit und Aktivitäten im Freien – gleichzeitig steigt die Belastung durch UV-Strahlung, die als Hauptursache für Hautkrebs gilt. Für die Bevölkerung in Villach ist das ein aktuelles Thema: Ärztinnen und Ärzte mahnen zur Vorsicht, weil sich Hautschäden über Jahre summieren und nicht nur akute Sonnenbrände gefährlich sind.
Welche Formen von Hautkrebs sind wichtig?
Mediziner unterscheiden mehrere Erkrankungen, von denen insbesondere der sogenannte helle Hautkrebs (inklusive Vorstufen) häufig auftritt. Gefürchtet ist das Melanom – der "schwarze Hautkrebs" –, weil er zwar seltener ist, dafür aber früh Tochtergeschwülste bilden kann. Besonders betroffen sind Menschen mit heller Haut, vielen Muttermalen oder einer hohen Lebenszeitexposition gegenüber Sonnenlicht.
| Form | Merkmal | Bedeutung |
|---|---|---|
| Heller Hautkrebs | häufig, Vorstufen möglich | lokal zerstörerisch, gute Heilungschancen bei Früherkennung |
| Melanom | selten, aggressiver | frühe Metastasierung möglich, rasche Abklärung wichtig |
Früherkennung und Warnsignale
Wichtig ist die Aufmerksamkeit für Veränderungen an der Haut. Wenn sich ein Muttermal in Form, Größe oder Farbe verändert, sollte eine fachärztliche Untersuchung erfolgen. Besonders junge Frauen im Alter von etwa 25 bis 40 Jahren sollten das Thema nicht unterschätzen: Bei ihnen gehört das Melanom zu den häufigsten Krebserkrankungen.
„Die Wissenschaft hat längst widerlegt, dass es die gesunde Bräune gibt. Bräune ist immer ein Schutzmechanismus der Haut gegenüber schädlicher UV-Strahlung“, erklärt die Villacher Dermatologin Dr. Sophia Bender-Säbelkampf.
Die Aussage macht deutlich: Eine sichtbare Bräune ist kein Qualitätszeichen für Gesundheit, sondern ein Hinweis auf bereits erfolgte Schädigung durch UV-Strahlen.
Sonnenschutz als einfache Prävention
Als wichtigste Schutzmaßnahme gilt konsequenter Sonnenschutz. Bereits ab einem UV-Index von 3 werden Schutzmaßnahmen empfohlen: geeignete Kleidung, Kopfbedeckung, schattige Aufenthalte und das regelmäßige Auftragen von Sonnenschutzmitteln mit ausreichendem Lichtschutzfaktor. Auch das Verhalten bei Kindern und Jugendlichen ist entscheidend, weil Sonnenbrände in jungen Jahren das spätere Risiko erhöhen.
- Beobachten Sie Muttermale regelmäßig und lassen Sie Auffälligkeiten ärztlich abklären.
- Verwenden Sie Sonnenschutz ab UV-Index 3 und erneuern Sie das Präparat regelmäßig.
- Vermeiden Sie Solarien und übermäßiges Bräunungsverhalten.
Für Villacherinnen und Villacher bedeutet das: Mit einfachen Alltagsregeln lässt sich das persönliche Risiko reduzieren. Ärztinnen raten zur Vorsorgeuntersuchung, wenn Auffälligkeiten auftreten, und betonen, dass Prävention und frühzeitige Diagnostik die besten Mittel im Kampf gegen Hautkrebs sind.