Schule setzt auf gesamte Schulfamilie
Das Gymnasium Unterföhring hat einen klaren Zeitplan: Ziel ist die Anerkennung als Klimaschule zu Beginn des Schuljahres 2027/28. Für den anspruchsvollen Weg hat die Schule einen strukturierten Zehn-Punkte-Plan aufgelegt. Entscheidend ist dabei, dass nicht nur Lehrkräfte und Schulleitung, sondern die gesamte Schulfamilie aktiv eingebunden wird – vom Hausmeister bis zu den Eltern.
Was bereits gestartet wurde
Als offizieller Auftakt fand ein sogenannter Klimatag statt. An diesem Tag beschäftigten sich alle Jahrgänge mit Aspekten der Nachhaltigkeit: Ältere Schülerinnen und Schüler verfolgten Präsentationen zu Themen wie nachhaltigem Wassermanagement, während jüngere Klassen altersgerechte Projekte bearbeiteten, etwa zur Wertschätzung von Second-Hand-Mode oder zur Wiederverwendung von Materialien (zum Beispiel Milchtüten als Nähprojekt).
Rollen und Verantwortung
Das Projekt wird von den Lehrkräften Sarah Weigand und Sebastian Schicho betreut. Schulleiterin Betina Mäusel betonte, dass es zur Umsetzung einer Zertifizierung einer umfassenden Beteiligung bedarf. Konkrete Schülerbeispiele aus dem Klimatag zeigen, dass bereits Lernende aktiv Daten und Erkenntnisse zusammentragen: So berechneten zwei Schülerinnen ihren CO₂-Fußabdruck im Rahmen der Aktivitäten.
"Wissen", so Schulleiterin Mäusel, "um positive Veränderungen herbeizuführen."
Konkrete Inhalte des Lernprozesses
Im Zentrum stehen Wissensvermittlung und Wertearbeit: Themenfelder sind Ressourcenschonung, klimafreundliche Mobilität, nachhaltige Ernährung und Konsumverhalten. Ziel ist, dass diese Inhalte nicht nur punktuell behandelt, sondern langfristig in Schulalltag und Entscheidungsprozesse integriert werden.
- Wer: Schulleitung, Lehrkräfte, Hausmeister, Schüler, Eltern
- Was: CO₂-Fußabdruck ermitteln, Bildungsprojekte, Verhaltensänderungen
- Wann: Zertifizierungsziel zu Beginn Schuljahr 2027/28
Was Eltern und Schüler jetzt wissen sollten
Eltern sollten sich darauf einstellen, dass das Projekt sowohl schulische Veranstaltungen als auch ergänzende Aktionen zu Hause oder in der Gemeinde umfassen kann. Für Schülerinnen und Schüler bedeutet die Initiative vermehrte Einbindung in datengestützte Projekte (z. B. CO₂-Berechnungen) und praktische Lernaufgaben. Wer mitarbeiten möchte, findet Anknüpfungspunkte in altersgerechten Projektarbeiten sowie bei schulischen Informationsveranstaltungen.
Übersicht: Beteiligte und Aufgaben
| Beteiligte | Aufgaben |
|---|---|
| Schulleitung (Betina Mäusel) | Strategische Leitung, Kommunikation |
| Projektverantwortliche (Weigand, Schicho) | Operative Umsetzung, Koordination von Projekten |
| Schülerinnen und Schüler | Mitwirkung bei Projekten, Datenerhebung, Präsentationen |
| Hausmeister & Eltern | Praktische Umsetzung, Unterstützung bei Maßnahmen |
Die Initiative am Gymnasium Unterföhring steht exemplarisch für einen schulischen Weg, Nachhaltigkeit systematisch zu verankern. Für die nächsten Monate sind vertiefende Analysen (vor allem die Erhebung des CO₂-Fußabdrucks) sowie konkrete Maßnahmenpläne zu erwarten. Entscheidend für den Erfolg wird sein, wie nachhaltig die erworbenen Kenntnisse in Unterrichts- und Schulkultur überführt werden.