Gezielte Kontrollen gegen Tuning, Mängel und zu hohe Geschwindigkeit
Bei einer konzertierten Aktion am Freitagabend haben Einsatzkräfte der Landesverkehrsabteilung sowie der Polizeikommandos Wels und Wels-Land zwischen 16 und 24 Uhr eine Reihe von Kontrollen im Stadtgebiet und der näheren Umgebung durchgeführt. Ziel war es, illegales Tuning, technische Fahrzeugmängel und Tempoverstöße zu unterbinden.
Insgesamt wurden 126 Fahrzeuge kontrolliert; für 28 davon erfolgte anschließend eine technische Vorführung bei der Kfz-Prüfstelle Voralpenstraße durch Amtssachverständige. Bei 12 Fahrzeugen wurden so schwere Mängel mit Gefahr im Verzug festgestellt, dass die Kennzeichen noch an Ort und Stelle abgenommen wurden.
Bilanz: Technische Mängel und zahlreiche Anzeigen
Die Polizei zieht eine klare technische Bilanz: Es wurden insgesamt 125 Anzeigen im technischen Bereich erstattet. Ergänzend zu den technischen Kontrollen führte die Aktion umfangreiche Tempoüberprüfungen durch.
- Kontrollierte Fahrzeuge: 126
- Technische Vorführungen: 28
- Schwere Mängel mit Gefahr im Verzug: 12 (Kennzeichen abgenommen)
- Temposünder: 372 von rund 4.900 Messungen
| Messgröße | Anzahl |
|---|---|
| Durchgeführte Tempomessungen | ~4.900 |
| Überschreitungen | 372 |
| Fälle mit Führerscheinabnahme vor Ort | 1 (160 km/h statt 100 km/h) |
| Ausgestellte Strafbescheide (Betrag) | 14.625 Euro |
Deutliche Einzelfälle und rechtliche Konsequenzen
Besonders eklatant waren laut Polizei zwei Einzelfälle: Gemessen wurden 85 km/h in einem 50er-Bereich sowie 160 km/h statt erlaubter 100 km/h — in letzterem Fall nahm die Exekutive den Führerschein vorläufig an Ort und Stelle ab. Ein Jurist des Polizeikommissariats Wels stellte noch an der Kontrollstelle Strafbescheide in der Gesamthöhe von 14.625 Euro aus.
Für Anrainerinnen und Anrainer sowie Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer unterstreichen diese Zahlen die anhaltende Problematik: Illegales Tuning und grobe Überschreitungen der zulässigen Geschwindigkeit gefährden nicht nur die betroffenen Lenker, sondern auch Fußgängerinnen, Radfahrende und den ruhenden Verkehr.
Die Polizei kündigte an, ähnliche Schwerpunktkontrollen fortzusetzen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Gefährdungen durch technisch mangelhafte Fahrzeuge sowie durch rücksichtsloses Fahren zu reduzieren.
Für Fragen zu den Auswirkungen auf den Straßenverkehr in bestimmten Stadtteilen oder zur Vorgehensweise bei abgenommenen Kennzeichen empfiehlt es sich, direkt Kontakt mit dem zuständigen Polizeikommissariat aufzunehmen.