Schwerer Wohnhausbrand an der B 121 fordert Großeinsatz
In Kematen ereignete sich am Donnerstagnachmittag ein schwerer Brand in einer Wohnhausanlage an der Bundesstraße 121. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen Flammen bereits aus dem Dach, die Rauchentwicklung war weithin sichtbar. Die Brandursache wird nach Angaben der Polizei auf Glutreste einer Zigarette zurückgeführt, die offenbar in einem Blumentopf auf einem Balkon nicht restlos gelöscht worden waren.
„Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ werde angenommen, dass eine Zigarette in einem Blumentopf auf einem Balkon nicht vollständig ausgedämpft worden sei, sagte Polizeisprecher Stefan Loidl.
Der Einsatz zog sich vom Nachmittag bis in die frühen Morgenstunden des folgenden Tages. Mit Atemschutztrupps und mehreren Hubsteigern gelang es den Feuerwehren, das Feuer zu bekämpfen, dennoch entstand erheblicher Schaden an der Wohnanlage.
Betroffen waren insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner der Anlage: Insgesamt mussten 24 Wohnungen evakuiert und etwa 60 Personen in Sicherheit gebracht werden. Eine Person wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Neben Menschen konnten auch zahlreiche Haustiere gerettet werden; Atemschutztrupps trugen zu den Rettungsmaßnahmen bei.
- Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort.
- 12 Feuerwehren aus dem Umland wurden alarmiert.
- 30 Fahrzeuge unterstützten die Löscharbeiten.
- Rotes Kreuz war mit 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingebunden.
An den Löscharbeiten beteiligten sich die Feuerwehren aus Kematen und Niederhausleiten-Höfing sowie die Wehren aus Ulmerfeld-Hausmening, Amstetten, Aschbach-Markt, Rosenau, Sonntagberg, Allhartsberg, Winklarn, Hiesbach, die Waidhofner Stadtfeuerwehr und die Betriebsfeuerwehr der Firma Mondi Neusiedler. Der koordinierte Einsatz mehrerer Hubrettungsfahrzeuge und Atemschutztrupps war entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und Bewohnerinnen sowie Bewohner zu evakuieren.
Konsequenzen und Hinweise für Anrainer
Für die unmittelbar Betroffenen bedeutet der Brand nicht nur materielle Verluste, sondern auch organisatorische Belastungen wie Ersatzunterbringung, Kontakt mit Versicherungen und medizinische Nachsorge. Für Anrainer und Verkehrsteilnehmer kommt es an der B 121 in Folge der Einsatzfahrten zeitweise zu Behinderungen.
Die Lage zeigt exemplarisch, wie gefährlich scheinbar kleine Unachtsamkeiten sein können. Besonders im warmen und trockenen Sommerhalbjahr können glimmende Tabakreste in Pflanztöpfen oder auf Balkonböden schnell Brände auslösen. Vorsorgemaßnahmen wie das vollständige Löschen von Zigaretten, das Verwenden feuerfester Aschenbecher und das Freihalten von brennbaren Materialien auf Balkonen sind einfache, aber wirkungsvolle Schritte zur Vermeidung ähnlicher Ereignisse.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Einsatzkräfte | 150 |
| Feuerwehren | 12 |
| Fahrzeuge | 30 |
| Evakuierte Wohnungen | 24 |
| Personen in Sicherheit | 60 |
| Verletzte | 1 (ins Krankenhaus gebracht) |
Die Ermittlungen zur genauen Schadenshöhe und weiteren Details zur Brandentstehung laufen. Die Polizei und die Feuerwehren appellieren an die Bevölkerung, beim Umgang mit offenem Feuer und glimmenden Gegenständen besonders umsichtig zu sein.