Brand in Perlstein fordert hohe Verluste in landwirtschaftlichem Betrieb
Am Sonntag gegen 12.30 Uhr brach in einer Werkstatt eines landwirtschaftlichen Anwesens in Perlstein (Gemeinde Fehring) ein Feuer aus. Die Werkstatt grenzt unmittelbar an einen Hühnerstall, in dem sich laut Polizei mehrere tausend Mastküken befanden. Durch die schnelle Ausbreitung der Flammen wurden neben der Werkstatt auch der Stall und die Dächer weiterer Nebengebäude beschädigt. Menschen kamen nach bisherigen Informationen nicht zu Schaden.
Der Brand wurde von einem Familienangehörigen entdeckt, der nach dem Mittagessen in den Innenhof ging und sofort die Einsatzkräfte alarmierte. Anfangs wurden die Feuerwehren der näheren Umgebung verständigt; im weiteren Verlauf standen insgesamt sieben Feuerwehren im Einsatz.
Einsatzkräfte und Löschmaßnahmen
Die Feuerwehrleute setzten einen koordinierten und massiven Löschangriff unter schwerem Atemschutz, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und akut gefährdete Landmaschinen zu schützen. Zur Sicherstellung der Sauerstoffversorgung für die im Stall befindlichen Küken und zum Abführen von Rauch kam parallel an mehreren Stellen eine Druckbelüftung zum Einsatz. Dadurch konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden.
- Feuerwehren: Pertlstein, Fehring, Johnsdorf-Brunn, Leitersdorf, Feldbach, Lödersdorf, Hatzendorf
- Einsatzkräfte: 91 Personen
- Fahrzeuge: 18 Fahrzeuge
| Datum / Zeit | Ort | Betroffene | Einsatzstärke |
|---|---|---|---|
| 3. August 2026, ca. 12:30 | Perlstein (Fehring) | Werkstatt zerstört, Stall & Nebengebäude beschädigt, tausende Mastküken verendet | 7 Feuerwehren, 91 Einsatzkräfte, 18 Fahrzeuge |
Brandursache und laufende Ermittlungen
Ein Brandermittler deutet nach ersten Erkenntnissen auf einen möglichen elektrischen Defekt als Auslöser. Die Untersuchungen zur genauen Brandursache laufen noch, eine abschließende Feststellung steht derzeit aus. Die polizeilichen und versicherungstechnischen Klärungen werden für den Betriebsinhaber von zentraler Bedeutung sein.
Lokale Folgen und praktische Hinweise
Der Vorfall hat mehrere Ebenen lokaler Bedeutung: Zum einen entstehen unmittelbare wirtschaftliche Schäden durch die Zerstörung von Gebäuden und den Verlust der Tiere. Zum anderen wirft der Brand Fragen zur Betriebssicherheit auf – insbesondere bei der Lagerung und Wartung elektrischer Geräte in unmittelbarer Nähe zu Stallanlagen.
Für Landwirte und Betreiber ähnlicher Betriebe in der Region sind folgende Hinweise relevant:
- Regelmäßige Überprüfung elektrischer Anlagen und Geräte durch qualifizierte Fachkräfte.
- Sicherheitsabstände zwischen Werkstätten, Lagerflächen und Tierställen einhalten, soweit baulich möglich.
- Notfallpläne für Tiere und Personal erstellen und regelmäßig üben.
- Absprache mit der örtlichen Feuerwehr über Zugänge, Wasserentnahmestellen und Gefahrenlagen.
Die eingesetzten Feuerwehren verhinderten durch ihr Eingreifen offenbar ein weit größeres Schadensausmaß. Konkrete wirtschaftliche Folgen für den Betrieb sowie mögliche Unterstützungsmöglichkeiten sind aktuell noch Gegenstand weiterer Klärungen.
Weitere Informationen und das Ergebnis der laufenden Brandermittlungen werden erwartet, sobald Polizei und Sachverständige ihre Untersuchungen abgeschlossen haben.