Am Dienstag, 28. Juli, ist im Kaisergebirge bei Scheffau ein Waldbrand ausgebrochen, der rund 800 bis 1.000 Quadratmeter Fläche erfasst haben soll. Die Leitstelle Tirol erhielt die Erstmeldung gegen 14:45 Uhr. Aufgrund der Lage in felsigem, nicht mit Fahrzeugen erreichbarem Gelände läuft die Brandbekämpfung weiterhin unter erschwerten Bedingungen.
Einsatzumfang und Schwierigkeit
Nach Angaben der Einsatzleitung sind derzeit sechs Feuerwehren mit etwa 80 Einsatzkräften vor Ort. Zur Unterstützung wurden mehrere Hubschrauber eingesetzt; zwei Maschinen flogen bereits Lösch- und Transportflüge, zwei weitere Hubschrauber wurden nachalarmiert. Zusätzlich sind Tankfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Innsbruck für die Luftbetankung vor Ort.
- Betroffene Fläche: rund 800–1.000 m²
- Einsatzkräfte: etwa 80 Feuerwehrleute aus sechs Feuerwehren
- Unterstützung: mehrere Hubschrauber, Drohne, Bergrettungen Scheffau und Kufstein
- Problematik: felsiges und nicht befahrbares Gelände
Technik und Taktik
Wegen der Unzugänglichkeit der Brandstelle wird ein Wasserpendeleinsatz durchgeführt: Löschwasser wird in Behältern oder durch Luftfahrzeuge herangeführt. Eine Drohne unterstützt die Einsatzleitung bei der Lageerkundung aus der Luft, um Brandherde, Ausbreitungsrichtung und Gefahrenpunkte zu lokalisieren. Die Bergrettungen der Orte Scheffau und Kufstein leisten fachliche Hilfe beim Zugriff auf schwierige Felsbereiche.
Auswirkungen vor Ort
Konkrete Evakuierungen oder Straßensperren wurden in der bisher vorliegenden Meldung nicht genannt. Für Bewohnerinnen und Besucher in und rund um Scheffau bedeutet die Lage jedoch erhöhte Aufmerksamkeit: Rauchentwicklung kann zu Sichtbehinderungen auf Zugangswegen und Wanderwegen führen, außerdem steigt das Risiko für weitere Vegetationsbrände bei anhaltend trockener Witterung.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Geschätzte Brandfläche | 800–1.000 m² |
| Anzahl Einsatzkräfte | ~80 |
| Feuerwehren vor Ort | 6 |
| Hubschrauber | mind. 2 im Einsatz, 2 nachalarmiert |
Was das für die Bevölkerung bedeutet
Bewohnerinnen und Gäste werden gebeten, Abstand zu halten und Anweisungen der Einsatzkräfte strikt zu befolgen. Bei sichtbarem Rauch sollten Fenster und Türen geschlossen und die Belastung durch Rauchpartikel möglichst gering gehalten werden. Besonders betroffen sind Personen mit Atemwegserkrankungen; sie sollten erhöhte Vorsicht walten lassen.
Die Einsatzleitung bittet um Geduld, da die Arbeiten in dem unwegsamen Gelände zeitintensiv sind. Weitere Informationen werden veröffentlicht, sobald die Lageentwicklung und der Einsatzfortschritt neue Erkenntnisse bringen.