Die Stadtgemeinde Gallneukirchen führt mit 1. September 2026 ein neues Gutscheinmodell für Taxifahrten innerhalb des Gemeindegebiets ein. Zielgruppe sind Personen ab 70 Jahren, Inhaberinnen und Inhaber des Aktivpasses sowie Menschen mit erkennbarer Gehbeeinträchtigung. Das Angebot ersetzt das bis Ende 2024 bestehende Postbus-Shuttle.
Wie das Modell funktioniert
Die Gutscheine sind beim Bürgerservice des Stadtamts erhältlich. Anspruchsberechtigte können bis zu zehn Gutscheine pro Monat erhalten, jeder Gutschein hat einen Wert von fünf Euro. Für eine innerstädtische Taxifahrt verbleibt damit ein Eigenanteil von drei Euro.
- Ausgabestelle: Bürgerservice im Stadtamt
- Gutscheine pro Person: bis zu 10 pro Monat
- Wert pro Gutschein: 5 €
- Eigenanteil pro innerstädtischer Fahrt: 3 €
- Bestellung der Fahrten: telefonisch beim Taxiunternehmen Kmieczyk
Gültigkeit und Umfang
Die Gutscheine gelten von Montag bis Freitag in der Zeit von 6.30 bis 18 Uhr und decken Fahrten innerhalb des Stadtgebiets ab. Zusätzlich sind Arzt- und Therapie-Fahrten in ausgewählte Nachbargemeinden eingeschlossen: Alberndorf, Altenberg, Engerwitzdorf und Unterweitersdorf. Kosten, die darüber hinausgehen, müssen die Fahrgäste selbst tragen.
| Leistung | Details |
|---|---|
| Anspruchsberechtigte | Personen ab 70, Aktivpass-Inhaber, Menschen mit Gehbeeinträchtigung |
| Gültigkeit | Mo–Fr, 6.30–18.00 Uhr; innerstädtisch + Arzt-/Therapiefahrten in vier Nachbargemeinden |
| Monatliches Kontingent | bis zu 10 Gutscheine à 5 € |
„Mit diesem Angebot schaffen wir eine leistbare und unkomplizierte Mobilitätslösung für jene Menschen, die im Alltag besonders darauf angewiesen sind“,
so Bürgermeister Sepp Wall-Strasser, der den Beschluss des Gemeinderates ausdrücklich positiv kommentierte. Der Gemeinderat fasste die Entscheidung einstimmig.
Bedeutung für Betroffene im Bezirk
Für ältere Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen bedeutet das Modell eine unmittelbare Erleichterung im Alltag: Einkäufe, Arztbesuche oder soziale Kontakte in der Stadt werden durch einen reduzierten Eigenanteil leichter planbar. Zugleich schließt die Regelung eine Lücke, die durch das Wegfallen des Postbus-Shuttles Ende 2024 entstanden war. Die Möglichkeit, Fahrten telefonisch beim bewährten Taxiunternehmen Kmieczyk zu bestellen, sorgt für Kontinuität im Service.
Offen bleibt, wie hoch die Nachfrage ausfallen wird und ob das Kontingent von zehn Gutscheinen pro Monat für alle Betroffenen ausreicht. Ebenso sind mögliche saisonale oder tageszeitliche Nachfragen und deren Abwicklung durch den lokalen Taxibetrieb ein praktischer Prüfstein für die Umsetzung.
Anspruchsberechtigte sollten frühzeitig den Bürgerservice der Stadt kontaktieren, um die Ausgabe der Gutscheine zu klären und sich über genaue Abläufe zu informieren. Für Menschen, die regelmäßig Fahrten in die genannten Nachbargemeinden benötigen, reduziert das Modell spürbar die Kosten; darüberhinausgehende Entfernungen bleiben allerdings privat zu organisieren und zu bezahlen.