Beschluss zur Umwidmung auf der „Bachwiese“
Der Freistädter Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, ein Umwidmungsverfahren für die als „Bachwiese“ bezeichnete Fläche zwischen Prunnerstraße und der Feldaistsiedlung einzuleiten. Ziel ist, auf dem Gelände die Möglichkeit zur Errichtung von vier Einfamilienhäusern zu schaffen.
Für die Umsetzung ist nach erfolgter Widmung zwingend ein Bebauungsplan vorgesehen. Dieser Plan soll unter anderem die Möglichkeit einer Fußverbindung zur Prunnerstraße enthalten. Darüber hinaus ist im vorgesehenen Konzept eine Erholungsfläche mit Spielplatz sowie die Widmung von Grünzügen vorgesehen, sodass Teile der Fläche künftig sowohl Bebauung als auch öffentliche Freiflächen umfassen würden.
Uneinheitliche Stimmen im Gemeinderat
Der Beschluss zur Einleitung des Verfahrens wurde nicht einstimmig gefasst. Nach Angaben der Stadtgemeinde stimmten alle 13 ÖVP-Mandatare sowie neun SPÖ-Mandatare dafür. Demgegenüber votierten die FPÖ, die Grünen, die Liste Wiff sowie ein SPÖ-Mandatar dagegen.
Mehrere Anrainer hatten bereits vor der Sitzung Bedenken geäußert. Sie befürchten, dass durch die Umwidmung ein bislang genutztes Naherholungsgebiet verloren gehen könnte. Diese Einwände machen deutlich, dass die Entscheidung nicht nur ein rein bauplanerisches Thema ist, sondern auch Fragen zur Freiraumnutzung und Lebensqualität in den betroffenen Wohngebieten berührt.
Weitere Bauprojekte in der Nähe
Östlich des Billa-Marktbereichs und der Jet-Tankstelle ist ebenfalls Bauland in Aussicht: In einer Projektstudie sind dort 87 Wohnungen vorgesehen. Bislang wurde laut Stadtgemeinde jedoch noch kein konkreter Bauantrag eingereicht. Damit bleiben Umfang und Zeitpunkt eines möglichen Bauvorhabens offen.
- Geplante Einfamilienhäuser: 4
- Vorgesehene öffentliche Flächen: Erholungsfläche mit Spielplatz, Grünzüge
- Offene Planungspunkte: Bebauungsplan inklusive Fußverbindung zur Prunnerstraße
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Geplante Einfamilienhäuser | 4 |
| Studie: Wohnungen östlich Billa/Jet | 87 |
| Gemeinderatsstimmen (laut Stadtangaben) | 13 ÖVP und 9 SPÖ dafür; FPÖ, Grüne, Wiff und 1 SPÖ dagegen |
Für die Bürgerinnen und Bürger aus dem unmittelbaren Umfeld sind mehrere Punkte relevant: Welche Teile der Wiese werden künftig öffentlich zugänglich bleiben? Wie wird die geplante Fußverbindung ausgeführt und welchen Verkehrseffekt hat sie? Und nicht zuletzt: Wie reagieren Anrainerverbände und Naturschutzinteressierte in weiteren Verfahrensschritten, insbesondere während der öffentlichen Auflage des Bebauungsplans?
Das Umwidmungsverfahren eröffnet formell weitere Beteiligungsmöglichkeiten. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens sind üblicherweise Offenlagen und Stellungnahmen vorgesehen, in denen Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Verbände ihre Anliegen einbringen können. Ob und in welchem Umfang diese Schritte zu Änderungen am derzeit skizzierten Konzept führen, bleibt abzuwarten.