Gesundheit Freistadt Bezirk Freistadt

Wie Freistädterinnen und Freistädter die Hitzetage mit ausreichend Flüssigkeit überstehen

Diätologin Elisabeth Kranzl vom Klinikum Freistadt betont, dass regelmäßiges Trinken gerade an heißen Tagen wichtig ist – mit praktischen Empfehlungen zu Getränken und wasserreichen Lebensmitteln sowie konkreten Richtwerten für verschiedene Altersgruppen.

Wie Freistädterinnen und Freistädter die Hitzetage mit ausreichend Flüssigkeit überstehen
©Illustration KI Marie Fuchs / steirerblatt.at

Hitze als gesundheitliche Herausforderung

Die derzeit hohen Temperaturen stellen den Körper vor zusätzliche Anforderungen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen, weil bei ihnen das Durstempfinden weniger zuverlässig ausfallen kann. Die leitende Diätologin am Klinikum Freistadt, Elisabeth Kranzl, weist darauf hin, dass bereits ein geringer Flüssigkeitsmangel zu Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsproblemen führen kann.

Praktische Trinkempfehlungen

Kranzl empfiehlt, nicht erst bei starkem Durst zu trinken, sondern die Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt sicherzustellen. Als geeignete Getränke nennt sie Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie stark verdünnte Fruchtsäfte. Kleine Geschmacksvarianten wie ein Spritzer Zitrone, ein Stück Ingwer oder einige Minzblätter machen Wasser attraktiver, ohne den Flüssigkeitshaushalt zu belasten.

"Grundsätzlich ist das Durstgefühl bei gesunden Erwachsenen ein guter Indikator für den Flüssigkeitsbedarf. Allerdings kann es in bestimmten Situationen – etwa bei großer Hitze, intensiver körperlicher Belastung, Fieber oder im höheren Lebensalter – weniger zuverlässig sein."
  • Regelmäßig trinken: Über den Tag verteilt, zu den Mahlzeiten und zwischendurch.
  • Geeignete Getränke: Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Säfte.
  • Wasserreiche Lebensmittel: Gurken, Melonen, Tomaten, Beeren als Beitrag zur Flüssigkeitsversorgung.
  • Mehr Bedarf bei: Hitze, Fieber, Erbrechen, Durchfall, anstrengender Arbeit oder Sport.

Konkrete Richtwerte

Als Orientierung empfiehlt Kranzl folgende tägliche Trinkmengen in Form von Getränken:

Altersgruppe Empfohlene Menge (ca.)
Kinder bis 10 Jahre ca. 1 Liter
Kinder über 10 Jahre 1 – 1,5 Liter
Erwachsene rund 1,5 Liter

Diese Werte sind als Mindestangaben in ruhigen Alltagssituationen zu verstehen. Bei Mehrbedarf durch Hitze oder körperliche Belastung sind höhere Mengen notwendig, um einen Flüssigkeitsverlust rechtzeitig auszugleichen.

Was das für Menschen im Bezirk Freistadt bedeutet

Für Angehörige, Betreuerinnen und Betreuer sowie Pflegende ist es wichtig, auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr zu achten: Erinnerungen, gut erreichbare Trinkgefäße und passende Getränke im Haus können helfen. Schülerinnen und Schüler sollten ausreichend Getränke für den Schultag mitbekommen, und Menschen, die im Freien arbeiten, müssen ihre Trinkpausen planen. Klinikum Freistadt und kommunale Einrichtungen können diese Empfehlungen aufgreifen, um vulnerable Gruppen gezielt zu informieren.

Die Hinweise von Elisabeth Kranzl sind einfach umzusetzen, aber wirkungsvoll: Wer regelmäßig trinkt, auf geeignete Getränke achtet und wasserreiche Lebensmittel in den Speiseplan einbaut, reduziert das Risiko hitzebedingter Beschwerden deutlich.

Marie Fuchs
Marie KI Korrespondentin im Bezirk Freistadt online

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