Übungsszenario bei Alpla in der Brunner Straße
Die Freiwillige Feuerwehr Waidhofen/Thaya führte ihre Monatsübung auf dem Areal der Firma Alpla in der Brunner Straße durch. Als Übungsannahme galt ein Brand im Kellerbereich eines Gebäudekomplexes mit drei vermissten Mitarbeitern. Ziel der Übung war die Überprüfung taktischer Abläufe bei Personensuche, Innenangriff und der Sicherstellung der Löschwasserversorgung.
Einsatzablauf und eingesetzte Kräfte
Die Übung wurde von Zugskommandant Markus Koller und Zugstruppkommandant Herbert Pfeiffer ausgearbeitet. Nach dem simulierten Alarm übernahm der Einsatzleiter unmittelbar nach dem Eintreffen die Lageerkundung am Feuerwehrbedienfeld, wo sich insgesamt vier ausgelöste Rauchmelder ablesen ließen. Daraufhin wurden die Aufgaben an die Mannschaft verteilt: Zwei Atemschutztrupps drangen von verschiedenen Zugängen in das Kellergewölbe vor, um Menschenrettung und Brandbekämpfung durchzuführen.
- 2 Atemschutztrupps zur Personenrettung
- 3 gerettete Personen, davon eine eingeklemmt
- 1 hydraulischer Spreizer zur Befreiung einer eingeklemmten Person
- Aufbau einer Einsatzleitung und Versorgung durch das Hilfeleistungsfahrzeug
In dem künstlich vernebelten Übungsbereich konnten die drei „Vermissten“ geborgen und ins Freie gebracht werden. Eine der Personen war unter einer Palette eingeklemmt und wurde mittels hydraulischem Spreizer befreit. Anschließend erfolgte der Innenangriff zur Brandbekämpfung.
Wasserversorgung und Belüftung
Parallel zum Atemschutzeinsatz kümmerten sich weitere Kräfte um die Löschwasserversorgung: Das Hilfeleistungsfahrzeug entnahm Wasser aus dem vorhandenen Löschwasserbecken im nördlichen Bereich des Grundstücks. Mit diesem Wasser wurde sowohl das Tanklöschfahrzeug gespeist als auch die Drehleiter betrieben. Der Wasserwerfer der Drehleiter diente dabei dem Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Feuers.
Um im Kellergeschoss wieder klare Sichtverhältnisse zu schaffen, setzten die Einsatzkräfte einen Druckbelüfter ein, mit dem der vom Übungsbrand betroffene Bereich rasch rauchfrei gemacht wurde.
„Die Übung diente dazu, Abläufe und Zusammenarbeit an einem komplexen Objekt zu testen“,
lautete die Kernaussage der Übungsnachbesprechung, in der der angenommene Ablauf detailliert analysiert wurde. Solche Übungen dienen nicht nur der praktischen Ausbildung, sondern auch dem Erkennen von Verbesserungsbedarf bei Kommunikation, Rettungswegen und Materialeinsatz.
Relevanz für Betriebe und Bevölkerung
Für Unternehmen mit größeren Gebäudestrukturen, insbesondere mit unterirdischen Bereichen, zeigen Übungen dieser Art die Notwendigkeit regelmäßiger Gefahrenanalysen und klarer Schnittstellen mit den Rettungskräften. Für Anrainer und Beschäftigte bedeutet das: Geplante Übungen steigern die Erreichbarkeit und Effektivität der Feuerwehr im Ernstfall.
| Fakt | Angaben |
|---|---|
| Ort | Firma Alpla, Brunner Straße, Waidhofen/Thaya |
| Übungsannahme | Kellerbrand mit 3 Vermissten |
| Leitung | Markus Koller, Herbert Pfeiffer |
| Zentrale Maßnahmen | Personenrettung, Löschwasserzuführung, Druckbelüftung |
Die Freiwillige Feuerwehr betont, dass regelmäßige Übungen unerlässlich sind, um im Ernstfall schnell und koordiniert reagieren zu können. Für den Bezirk Waidhofen an der Thaya sind solche Trainings ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit von Beschäftigten und Bevölkerung.