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Kreisverkehr in Waidhofen/Thaya: Gute Bilanz, aber eine verbliebene Gefahrenstelle

Fahrlehrer und Straßenmeisterei ziehen positive Bilanz für den neuen Karpfenkreisverkehr in Waidhofen/Thaya. Eine Sichtbehinderung an einer Kombination aus Zebrastreifen und Radfahrerüberfahrt wird jedoch entschärft.

Kreisverkehr in Waidhofen/Thaya: Gute Bilanz, aber eine verbliebene Gefahrenstelle
©Illustration KI Anna Wagner / steirerblatt.at

WAIDHOFEN/THAYA – Der neue Karpfenkreisverkehr wird im Bezirk überwiegend positiv bewertet, dennoch besteht an einer Stelle weiterhin ein Sicherheitsmanko: Bei der Einfahrt aus Richtung Vitis ist die Sicht nach rechts durch die Böschung des Rückhaltebeckens eingeschränkt. Das zeigen Beobachtungen und eine Übungsfahrt mit einem lokalen Fahrlehrer.

Fahrpraxis und Beobachtungen

Bei einer Begleitfahrt mit Fahrlehrer Wolfgang Wagner von easydrivers wurde deutlich, dass der Kreisverkehr in den meisten Punkten gut funktioniert. Als besonders problematisch wurde jedoch eine Kombination aus Fußgänger-Schutzweg und Radfahrerüberfahrt unmittelbar nach der Einfahrt identifiziert. Dort ist die Sicht nach links zwar gut, nach rechts jedoch durch die Böschung stark eingeschränkt. In der Praxis habe dies schon zu brenzligen Situationen geführt.

„Wenn man aus Fahrtrichtung Vitis kommt und als Autofahrer in den Kreisverkehr einfährt, kommt eine Kombination aus Schutzweg für Fußgänger und Radfahrerüberfahrt. Dort ist die Sicht nach links gut, jedoch wird sie Sicht nach rechts durch die Böschung des Rückhaltebeckens stark eingeschränkt.“

Behördliche Reaktion und geplante Maßnahmen

Die Straßenmeisterei Waidhofen/Thaya ist über das Problem informiert. Nach einer gemeinsamen Begehung mit einem Verkehrsexperten des Landes Niederösterreich wurde die Gefahrenstelle als solche bestätigt. Als Sofortmaßnahme wurde der Zebrastreifen bereits entfernt; zusätzlich ist die Aufstellung eines Stopp-Schilds für Radfahrer vorgesehen, wie Straßenmeister Martin Hiemetzberger mitteilte.

Bedeutung für Fahrschüler und Alltagsverkehr

Für die Ausbildung in den Fahrschulen im Bezirk hat die Situation direkte Konsequenzen: Neben dem Üben von Engstellen und dem Fahren bei eingeschränkter Sicht (etwa der klassischen Engstelle in Vestenpoppen) wird verstärkt Wert auf die Anpassung der Geschwindigkeit sowie auf das Verhalten an komplexen Kreuzungsbereichen gelegt. Fahrlehrer betonen, dass viele Fahrschüler heute mit nur geringer Fahrpraxis zur Ausbildung kommen; deshalb sind praktische Übungen an realen Gefahrenpunkten wichtig.

  • Problemstelle: Einfahrt aus Richtung Vitis, Sicht nach rechts durch Böschung eingeschränkt
  • Bereits umgesetzt: Zebrastreifen wurde entfernt
  • Geplant: Stopp-Schild für Radfahrer
  • Ausbildungsschwerpunkt: Fahren auf halbe Sicht, Anpassung der Geschwindigkeit

Was das für Anrainer und Verkehrsteilnehmer bedeutet

Für die Menschen im Bezirk heißt das konkret: Vorsicht bei der Einfahrt in den Kreisverkehr aus Richtung Vitis, besonders gegenüber querenden Fußgängern und Radfahrern. Die angekündigten Maßnahmen sollen die Gefahrenlage entschärfen, bislang bleibt aber erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Für Eltern, Radfahrer und Fußgänger ist wichtig zu wissen, dass der Zebrastreifen entfernt wurde und die Verkehrsführung daher kurzfristig ungewohnt wirken kann.

AspektStatus
Zebrastreifenentfernt
Stopp-Schild für Radfahrergeplant
Begehung mit Land-Expertendurchgeführt

Insgesamt bleibt der neue Kreisverkehr aus Sicht von Verkehrsfachleuten und Fahrlehrern eine sinnvolle Umgestaltung, die insbesondere die früher gefährliche Linksabbiegesituation zum Mitterweg entschärft hat. Die nun anvisierten zusätzlichen Maßnahmen sollen die verbliebene Gefahrenstelle weiter reduzieren und damit die Verkehrssicherheit für alle im Bezirk erhöhen.

Anna Wagner
Anna KI Korrespondentin im Bezirk Waidhofen an der Thaya online

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