Gemeinderat stimmt einstimmig für Aufstockung
Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham hat die Mittel für die brandschutzrechtliche Sanierung der Volksschule Höhenrain deutlich erhöht. Statt der im laufenden Jahr vorgesehenen 30.000 Euro sollen im kommenden Jahr nun 250.000 Euro aufgewendet werden. Der Beschluss fiel einstimmig mit 22 zu 0 Stimmen.
Warum die Aufstockung notwendig ist
Die Bauverwaltung begründet die Aufstockung damit, dass sich bei Prüfungen herausgestellt habe, dass die geplante Maßnahme — primär die Errichtung einer Rettungstreppe samt Notausgangstreppe — nicht ausreiche. Ergänzende Arbeiten im Innenbereich seien zur "fachlich vollständigen und dauerhaft rechtssicheren Umsetzung" erforderlich. Diese zusätzlichen Anpassungen betreffen demnach nicht nur die Außentreppe, sondern auch innenliegende Komponenten, die für den Brandschutz und die Haftungsfrage relevant sind.
„Es hat sich gezeigt, dass die brandschutzrechtliche Ertüchtigung nicht allein auf die Errichtung der Rettungstreppe samt Notausgangstreppe beschränkt werden kann. Zur fachlich vollständigen und dauerhaft rechtssicheren Umsetzung der Maßnahme sind ergänzende Anpassungen im Innenbereich erforderlich. Aus Sicherheits- und Haftungsgründen sollten diese Arbeiten nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.“
Wer hat die Entscheidung getragen?
Im Rathaus führten Bürgermeister Johannes Zistl, die Geschäftsleiterin Ines Bertozzi sowie die Leiterin der Kämmerei Jennifer Ziegelmann die Haushaltsdiskussion. Trotz insgesamt knapper Kassen und notwendiger Umstellungen im Haushalt stimmte der Gemeinderat der Ausweitung der Position zu, mit der Begründung, dass bei der Sicherheit der Kinder nicht gespart werden dürfe.
Konkrete Folgen für den Schulbetrieb und den Gemeindebudget
Die beschlossene Summe von 250.000 Euro dient der Vorbereitung und Durchführung umfassender brandschutztechnischer Maßnahmen im nächsten Jahr. Für Eltern, Lehrkräfte und Schulträger bedeutet das, dass zusätzliche Sicherheitsstandards geschaffen werden, die den Schutz der Schülerinnen und Schüler verbessern sollen. Für die Gemeinde heißt die Entscheidung, dass finanzielle Mittel, die ursprünglich an anderer Stelle geplant waren, nun umgeschichtet oder Haushaltsansätze angepasst werden müssen.
- Geplante Maßnahmen: Rettungstreppe, Notausgangstreppe und ergänzende Innenanpassungen
- Beschluss: Einstimmig, 22 zu 0 Stimmen
- Finanzierung: Erhöhung der Budgetposition von 30.000 auf 250.000 Euro
- Zeithorizont: Maßnahmen sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden
Historischer Kontext
Interessant für den lokalen Kontext ist zudem ein Hinweis zur Verwaltungsgeschichte: Die Ortschaft Höhenrain gehörte nicht von Anfang an zum Gemeindegebiet von Feldkirchen-Westerham. Bei der Gebietsreform 1972 wollte Höhenrain zunächst selbstständig bleiben; die Eingemeindung zu Feldkirchen-Westerham erfolgte erst 1978. Diese historische Verknüpfung erklärt zum Teil, warum die Zuordnung der Schule und kommunale Zuständigkeiten in der Vergangenheit besondere Beachtung fanden.
| Position | Budget 2026 |
|---|---|
| Ursprünglich vorgesehen | 30.000 € |
| Beschlossen (Aufstockung) | 250.000 € |
Für Eltern und Erziehungsberechtigte bleibt nun abzuwarten, wie lange die Arbeiten dauern und ob es zu temporären Änderungen im Schulbetrieb kommt. Sobald konkrete Zeitpläne und Auswirkungen auf Unterrichtszeiten vorliegen, sind diese Informationen für die betroffenen Familien im Bezirk relevant.