Wesentlicher Baufortschritt am Wasserkraft-Projekt
Beim geplanten Ausleitungskraftwerk Innstufe Imst-Haiming ist ein erster Meilenstein erreicht: Von der Baustelle in Imsterberg aus wurden die ersten 1.000 Meter des insgesamt rund 14 Kilometer langen Triebwasserwegs im konventionellen Vortrieb aufgefahren. Die Arbeiten erfolgen nach Angaben der Projektbeteiligten planmäßig und gelten als entscheidender Zwischenschritt für das Gesamtvorhaben.
Der Triebwasserweg wird, so die Projektbeschreibung, künftig das Wasser mehrfach zur Stromerzeugung nutzen und ist Bestandteil eines Vorhabens mit einem Investitionsvolumen von 680 Millionen Euro. Die Anlage soll pro Jahr rund 252 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom erzeugen.
Vortrieb und Tunneltechnik
Der Vortrieb des Triebwasserwegs erfolgt von beiden Seiten: neben dem konventionellen Zugang in Imsterberg soll in Kürze die Tunnelbohrmaschine „HAIMO“ in Haiming in Betrieb gehen. Die Maschine wird in den kommenden rund drei Jahren den Druckstollen mit einem Durchmesser von 8,2 Metern bis zur Innquerung östlich des Bahnhofs Imst-Pitztal vorantreiben. Parallel laufen Vorarbeiten an Stollen und künftiger Kraftwerkskaverne in Haiming sowie die Baugrubearbeiten für das Einlaufbauwerk in Imsterberg.
- Länge Triebwasserweg: rund 14 km
- Erreicht: 1.000 m im konventionellen Vortrieb (Imsterberg)
- Maschine: Tunnelbohrmaschine „HAIMO“ startet bald in Haiming
- Durchmesser Druckstollen: 8,2 m
- Investitionsvolumen: 680 Mio. Euro
- Jahresproduktion (erwartet): ca. 252 Mio. kWh
„Der erfolgreiche Vortrieb der ersten 1.000 Meter ist ein erfreulicher Zwischenschritt für das Gesamtprojekt und das Ergebnis der hervorragenden Arbeit aller Beteiligten auf der Baustelle“, so TIWAG-Vorstandsdirektor Alexander Speckle.
Auswirkungen für die Region Imst
Für den Bezirk Imst bringt der Bau mehrere konkrete Folgen mit sich: Kurzfristig bedeuten die Arbeiten zusätzliche Baustellenlogistik, Verkehrsbewegungen und Beschäftigung in den beteiligten Gewerken. Mittelfristig führt das Kraftwerk zu einer höheren Ausbeute an erneuerbarer Energie in Tirol. Die Nutzung der vorhandenen Wassermengen in einer zusätzlichen Anlage soll die regionale Stromproduktion steigern, ohne eine neue große Stauseefläche zu schaffen.
Für Anrainer und Pendler sind insbesondere die Bauphasen relevant: Zufahrts- und Transportwege zu den Baustellen sowie Bauarbeiten an Einlaufbauwerk und Zugangsstollen können lokale Verkehrsführungen beeinflussen. Konkrete Sperren oder Einschränkungen werden üblicherweise von den Projektträgern und Gemeinden rechtzeitig angekündigt; Anrainer sollten die Bekanntmachungen der TIWAG und der betroffenen Gemeinden beachten.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Triebwasserweg | ~14 km |
| Erster Vortrieb | 1.000 m (Imsterberg) |
| Durchmesser Druckstollen | 8,2 m |
| Investition | 680 Mio. Euro |
| Erwartete Jahresproduktion | 252 Mio. kWh |
Die weiteren Bauphasen werden zeigen, ob Zeitpläne und Kostenrahmen eingehalten werden. Aktuell präsentieren sich die Arbeiten im konventionellen Vortrieb und die Vorbereitung des TBM-Einsatzes als planmäßig. Für Bewohner und Betriebe im Bezirk Imst bleibt es wichtig, Informationen zu Verkehrsregelungen, Lärm- und Sicherheitsmaßnahmen sowie zur Bauplanung aufmerksam zu verfolgen.