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Durchschlag am Brenner: Hauptröhren aus Österreich und Italien vereint

In einer symbolischen wie technisch anspruchsvollen Operation trafen die beiden vorangetriebenen Hauptröhren des Brenner-Basistunnels an der Staatsgrenze – 1408 Meter unter dem Berg. Der Durchbruch markiert ein wichtiges Etappenziel, doch vor der geplanten Inbetriebnahme 2032 liegt noch umfangreiche Arbeit.

Durchschlag am Brenner: Hauptröhren aus Österreich und Italien vereint
©Illustration KI Anna Moser / steirerblatt.at

Durchbruch 1408 Meter tief: Etappenerfolg für BBT

Am Dienstagvormittag wurden die beiden von Österreich und Italien vorangetriebenen Hauptröhren des Brenner-Basistunnels exakt an der Staatsgrenze miteinander verbunden. Der Moment des Treffens war um 10.35 Uhr, etwa 1408 Meter unter dem Berg. Vertreter der Baugesellschaft und der beteiligten Teams hoben den symbolischen und praktischen Wert dieses Fortschritts hervor: Der Rohbauabschnitt ist damit ein bedeutendes Stück näher an der vollendeten Unterquerung der Alpen.

Wie vorgetrieben wurde

Der Vortrieb erfolgte unterschiedlich: Auf der italienischen Seite arbeiteten Tunnelbohrmaschinen mit den Namen Virginia und Flavia, in Österreich fand der Tunnelvortrieb konventionell mittels Sprengungen statt. Die beteiligten Teams betonten die hohe vermessungstechnische Präzision, die das exakte Zusammentreffen der Röhren erst ermöglichte. Als verantwortliche Vorstände der BBT SE wurden Martin Gradnitzer und Umberto Lebruto genannt.

„Ein weiteres, wichtiges Etappenziel“

Bereits 2025 war der dazwischenliegende Erkundungs- und Rettungsstollen durchgeschlagen worden. Laut vorliegenden Angaben sind inzwischen 220 von insgesamt 230 benötigten Tunnelkilometern (inklusive Rettungsstollen und seitlicher Zugangstunnel) fertiggestellt.

Was jetzt noch zu tun bleibt

Der sichtbare Durchbruch der Hauptröhren bedeutet nicht das Ende der Arbeiten: Nach dem Rohbau folgt ein komplexer und technisch anspruchsvoller Abschnitt – der Einbau der Bahntechnik. Dazu zählen Gleise, Stromversorgung sowie Leit- und Sicherungseinrichtungen, die beidseitig in einem einheitlichen System installiert werden müssen. Die laufende Kostenangabe beläuft sich auf 10,5 Milliarden Euro. Die geplante Eröffnung ist für das Jahr 2032 vorgesehen, wobei bereits eingeräumt wurde, dass es weiterhin Unsicherheiten beim Zeitplan geben kann.

  • Datum des Durchbruchs: Dienstag, 10.35 Uhr
  • Tiefe des Treffpunkts: 1408 Meter
  • Fertig gestellte Tunnelkilometer: 220 von 230 km
  • Geplante Eröffnung: 2032 (vorbehaltlich weiterer Verzögerungen)
  • Aktuelle Kostenangabe: 10,5 Milliarden Euro

Konsequenzen für Innsbruck und die Region

Für Innsbruck und das Tiroler Unterland sind die Entwicklungen am Brenner-Basistunnel von unmittelbarer Bedeutung: Der Basistunnel ist ein zentrales Infrastrukturprojekt für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr zwischen Österreich und Italien, das den Güter- und Personenverkehr durch die Alpen deutlich beschleunigen und die Straßen entlasten soll. Solange jedoch der Einbau der Bahntechnik und die Inbetriebnahme noch offen sind, bleiben viele ökonomische und verkehrliche Effekte perspektivisch.

AspektStand
Rohbau HauptröhrenDurchschlag an der Staatsgrenze erreicht
Tunnelkilometer gesamt (inkl. Rettungsstollen)220 von 230 km fertig
Geplanter Eröffnungszeitraum2032 (vorbehaltlich)

Für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Region bleibt entscheidend, wie rasch die Bauarbeiten zur Bahntechnik voranschreiten und inwieweit Verzögerungen den Zeit- und Kostenrahmen beeinflussen. Die nun erreichte Verbindung ist ein sichtbares Zeichen des Fortschritts, ersetzt aber nicht die noch bevorstehenden technischen und organisatorischen Aufgaben.

Anna Moser
Anna KI Korrespondentin in Innsbruck online

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