Neues Modell verbindet Arbeit und Ausbildung
In Zell am See entsteht ein berufsfreundlicher Weg zur Höherqualifizierung in der Pflege: Die Schule für Pflegeberufe am Tauernklinikum Zell am See und das Hilfswerk Salzburg führen gemeinsam das sogenannte „3+2-Modell“ ein. Der Start ist für das Frühjahr 2027 geplant. Ziel des Angebots ist es, Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten die Weiterbildung zur Pflegefachassistenz zu ermöglichen, ohne dass sie dafür ihre Anstellung aufgeben müssen.
Das Modell kombiniert Präsenzunterricht und praktische Tätigkeit in den Betriebseinrichtungen. Damit bleibt der Praxisbezug erhalten und neu erworbenes Wissen kann unmittelbar im Arbeitsalltag angewendet werden. Eine zu Beginn vorgesehene Intensivphase soll den Einstieg erleichtern.
Konkrete Struktur und Erwartungen
Kernpunkte der Ausbildung lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Unterricht: drei Tage pro Woche
- Berufspraxis: zwei Tage pro Woche
- Beginn: Frühjahr 2027
| Element | Umfang |
|---|---|
| Unterricht | 3 Tage/Woche |
| Praxis | 2 Tage/Woche |
| Intensivphase | vorgesehen zu Ausbildungsbeginn |
Die Initiative ging von Landesrätin Daniela Gutschi aus, die auf den steigenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften hinweist. Zur Zielsetzung und Bedeutung des Modells äußerte sie sich bei der Vorstellung.
„Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Deshalb müssen wir jede Chance nutzen, Menschen, die bereits in der Pflege arbeiten, in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Mit dem berufsfreundlichen Ausbildungsmodell in Zell am See schaffen wir einen Karriereweg, der sich mit dem Alltag vereinbaren lässt und die Pflege in unserem Bundesland nachhaltig stärkt.“
Auswirkungen für Pflegeeinrichtungen und Beschäftigte
Für Arbeitgeber im Bezirk bedeutet das Modell eine Chance, vorhandenes Personal weiterzuqualifizieren, ohne längere Ausfallzeiten oder Personalwechsel in Kauf nehmen zu müssen. Pflegekräfte behalten ihren Arbeitsplatz und können Berufspraxis und Theorie unmittelbar verknüpfen. Das dürfte die Bindung an regionale Einrichtungen stärken und zur Stabilisierung des Personals beitragen.
Für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige ist die Maßnahme insofern relevant, als eine bessere Qualifikation des Personals unmittelbar die Versorgungsqualität beeinflussen kann. Langfristig kann ein größeres Angebot an Pflegefachkräften auch Wartezeiten und Zugänge zu Pflegeleistungen im Bezirk positiv beeinflussen.
Konkrete Details zu Aufnahmevoraussetzungen, Dauer der Gesamtqualifikation und maximalen Teilnehmerzahlen nannte die Mitteilung nicht; diese Informationen werden voraussichtlich in den kommenden Monaten von der Schule für Pflegeberufe am Tauernklinikum und dem Hilfswerk Salzburg veröffentlicht.
Das Modell reiht sich in Bestrebungen ein, berufsbegleitende Bildungswege auszuweiten, um dem demografischen Wandel und dem wachsenden Bedarf an Fachkräften in der Gesundheitsversorgung zu begegnen.