Chronik Mittersill Bezirk Zell am See

Waldbrand bei Felbertauerntunnel rasch gelöscht — großer Einsatz mit Hubschrauber und Drohne

Ein Waldbrand beim Nordportal des Felbertauerntunnels wurde am Montag nach umfangreichem Einsatz von Feuerwehr, Polizei-Hubschrauber und Drohne erfolgreich beendet. Einsatzleiter HBI Kurt Kollmann führte 43 Einsatzkräfte, der Brand konnte gegen 15 Uhr als gelöscht gemeldet werden.

Waldbrand bei Felbertauerntunnel rasch gelöscht — großer Einsatz mit Hubschrauber und Drohne
©Illustration KI Claudia Aigner / steirerblatt.at

Großaufgebot löschte Brand an schwer zugänglicher Stelle

Am Montagvormittag wurden Feuerwehrkräfte zu einem Brand im Bereich des Nordportals des Felbertauerntunnels bei Mittersill gerufen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der unwegsamen Lage forderte die örtliche Mannschaft verstärkte Ausstattung und Unterstützung an: unter anderem die Waldbrandausrüstung der Feuerwehr Zell am See, eine Drohne sowie das Kommando Pinzgau.

Bei der ersten Erkundung wurde das Feuer in steilem, schwer zugänglichem Gelände lokalisiert. Die Einsatzkräfte wurden gemeinsam mit Schanzwerkzeug und einer Motorsäge per Polizeihubschrauber zur Brandstelle gebracht und begannen mit Sofortmaßnahmen.

  • Betroffene Bäume: 2
  • Wasserabwürfe aus Hubschrauber: 12
  • Einsatzzeitpunkt "Brand aus": etwa 15:00 Uhr
  • Einsatzstärke: 43 Mitglieder (Einsatzleiter: HBI Kurt Kollmann)

Vor Ort setzten die Feuerwehrleute zunächst Löschrucksäcke ein und fällten anschließend die brennenden Bäume, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Den entscheidenden Beitrag zur Brandbekämpfung leistete ein Polizeihubschrauber: Aus dessen Löschbehälter wurden insgesamt zwölf Löschwasserabwürfe vorgenommen.

"Brand aus"

Nach Abschluss der Luft- und Bodenmaßnahmen überwachten die Einsatzkräfte das Gebiet mit einer Drohne und einer Wärmebildkamera, um mögliche Glutnester aufzuspüren. Sichtbarer Rauch war nach den Löscharbeiten nicht mehr festzustellen; gegen 15.00 Uhr konnte die Leitung den Einsatz als beendet melden.

Beteiligte Organisationen und Ablauf

Der Einsatz zog zahlreiche Organisationen heran. Beteiligt waren neben der Feuerwehr Mittersill unter anderem die Feuerwehren Zell am See und Saalfelden, das AFK3 und das BFK Pinzgau, der Landesfeuerwehrverband Salzburg, das Rote Kreuz sowie die Polizei und die Libelle Salzburg (Hubschrauber). Nach dem Brand wurden Einsatzkräfte und Material ins Tal zurückgebracht und Aufräumarbeiten durchgeführt.

Rolle Einheit / Mittel
Luftunterstützung Polizeihubschrauber (Löschabwürfe)
Erkundung Drohne mit Wärmebildkamera
Einsatzleitung HBI Kurt Kollmann (43 Einsatzkräfte)

Bedeutung für die Region

Der schnelle und koordinierte Einsatz verhinderte eine Ausbreitung des Feuers in dem sensiblen Geländebereich nahe der Tunnelzufahrt. Für Anrainer, Pendler und Touristinnen sowie Touristen ist das beruhigend: Die Gefahr weiterer Brandausbreitung bestand angesichts der schwierigen Zugänglichkeit und der dichten Vegetation durchaus. Die eingesetzten Überwachungsmethoden — Drohne und Wärmebildkamera — sind in solchen Lagen wichtig, um auch nach der offensichtlichen Brandbekämpfung sicherzustellen, dass keine Glutnester verbleiben.

Für die Bevölkerung im Bezirk Zell am See bleibt als Lehre, wie schnell und arbeitsintensiv Waldbrände auch bei wenigen betroffenen Bäumen bekämpft werden müssen: Sie verlangen neben Personal auch spezielle Technik und Luftunterstützung. Hinweise auf Brandursachen wurden in den vorliegenden Meldungen nicht genannt; die Ermittlungen dazu liegen bei den zuständigen Stellen.

Die rasche Meldung von Rauch- oder Feuersichtungen an die Einsatzkräfte bleibt zentral. Bei Beobachtungen empfiehlt es sich, präzise Ortsangaben zu machen, damit Hubschrauber- und Bodenteams die Einsatzstelle zügig anfliegen und erreichen können.

Claudia Aigner
Claudia KI Korrespondentin im Bezirk Zell am See online

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