Die Gesamtbevölkerung im Bezirk Eisenstadt-Umgebung ist laut Daten von Statistik Austria per Stichtag 1. Jänner 2026 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 57 Personen angewachsen. Damit leben im Bezirk nun 44.814 Menschen, ein Zuwachs von rund 0,13 Prozent gegenüber dem Stand vom 1. Jänner 2025 (44.755).
Schwerpunkte: Landeshauptstadt legt deutlich zu
Besonders auffällig ist der Zuwachs in der Landeshauptstadt: Eisenstadt zählt nun 16.405 Einwohnerinnen und Einwohner und damit 287 Personen mehr als im Vorjahr. Demgegenüber meldet die Freistadt Rust einen Rückgang, von 1.933 auf 1.919 Einwohnerinnen und Einwohner (-14).
Gemeinden mit größten Zuwächsen und Rückgängen
- Die prozentual stärkste Zunahme weist die Gemeinde Loretto mit +4,42 Prozent aus.
- Es folgen Purbach (+2,52 Prozent) und Zagersdorf (+2,45 Prozent) mit deutlichen Zuwächsen.
- Die größten prozentualen Verluste verzeichnet Donnerskirchen mit -1,33 Prozent, gefolgt von Wimpassing an der Leitha (-1,16 Prozent) und Siegendorf (-0,90 Prozent).
Konkrete absolute Zahlen sind für einzelne Gemeinden nicht zu allen Orten in den vorliegenden Daten zusammengestellt, die veröffentlichten Werte zeigen jedoch klar, welche Orte vergleichsweise wachsen und welche schrumpfen. Diese Unterschiede sind für lokale Entscheidungsträger relevant — etwa bei der Schul- und Kindergartenplanung, dem öffentlichen Verkehr, der Wohnbaupolitik und der Zuteilung von Fördermitteln.
Ausgewählte Gemeindedaten (1. Januar 2026)
| Gemeinde | Einwohner | Veränderung gg. 1.1.2025 |
|---|---|---|
| Eisenstadt | 16.405 | +287 |
| Rust (Freistadt) | 1.919 | -14 |
| Breitenbrunn | 1.934 | -9 |
Die publizierten Prozentwerte für Gemeinden mit den stärksten Zu- bzw. Abgängen geben Hinweise auf lokale Dynamiken. Ein Plus wie in Loretto kann auf neue Wohnbauprojekte, Zuzug junger Familien oder Mobilitätsvorteile hinweisen; Rückgänge in Gemeinden wie Donnerskirchen oder Wimpassing an der Leitha werfen Fragen zu Abwanderungsgründen, Arbeitsplatzangebot und Versorgungsinfrastruktur auf.
Konsequenzen für Planung und lokale Politik
- Steigende Einwohnerzahlen, vor allem in Eisenstadt, bedeuten erhöhten Bedarf an Wohnraum, Verkehrsinfrastruktur und sozialen Diensten.
- Gemeinden mit Rückgängen stehen vor der Herausforderung, Leerstand zu vermeiden und Dienstleistungen kosteneffizient zu organisieren.
- Regionale Zusammenarbeit innerhalb des Bezirks kann helfen, Infrastrukturnachteile auszugleichen und Versorgungslücken zu schließen.
Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk haben diese Zahlen praktische Auswirkungen: Sie können die Verfügbarkeit von Kindergartenplätzen, Schulangeboten, lokalen Gesundheitsleistungen und Mobilitätsoptionen beeinflussen. Kommunalpolitikerinnen und -politiker sowie Planungsstellen werden die aktuellen Daten in den kommenden Haushalts- und Entwicklungsplänen berücksichtigen müssen.
Die Zahlen basieren auf der Veröffentlichung von Statistik Austria per 1. Jänner 2026. Weitergehende Detailauswertungen auf Gemeindeebene können kommunale Verwaltungen und die Statistikbehörde bereitstellen.