Gipfelkreuz soll auf zentrale Tugend hinweisen
Auf einer Seehöhe von 2109 Metern ist am Kleinen Speikkofel das neue "Kreuz der Menschlichkeit" seiner Bestimmung übergeben worden. Rund knapp 100 Menschen nahmen laut Berichten den Aufstieg ab St. Lorenzen ob Ebene Reichenau auf sich, um dem Berggottesdienst beizuwohnen, mit dem das Werk offiziell gesegnet wurde.
Das Kreuz, das eine Höhe von 330 cm hat, wurde vom Verein der Naturfreunde in Zusammenarbeit mit der Landjugend Ebene Reichenau errichtet. Ziel des Projekts ist es, die Menschlichkeit als zentrale Stärke des Menschen in Erinnerung zu rufen und öffentlich zu betonen.
Ökumenische Feier und lokale Beteiligung
Den Gottesdienst auf dem Gipfel gestalteten der katholische Seelsorger Roland Stadler und der evangelische Diakon sowie Naturfreundeobmann von Feldkirchen, Robert Graimann. Ebenfalls anwesend war der Bürgermeister von Ebene Reichenau, Karl Lessiak. Die Landjugend um Obmann Stefan Schmölzer wirkte aktiv am Projekt mit.
Die Veranstaltung verband damit kirchliche, ehrenamtliche und kommunale Akteure und verdeutlicht, wie lokale Initiativen Brauchtum, gemeinschaftliche Werte und Freizeitnutzung in den Bergen verknüpfen.
Traditioneller Hintergrund und Bedeutung
Vor der Erstsegnung wurde das Kruzifix nach Informationen der Initiatoren bereits zum Wallfahrtsberg Monte Lussari gebracht. Dort pflegte man vor dem Ersten Weltkrieg die Tradition, Gegenstände für ihren spirituellen Nutzen in der Wallfahrtskirche weihen zu lassen. Für Diakon Graimann war diese historische Praxis Anstoß, das heutige Projekt mit der Intention zu verbinden, eine fast vergessene Tradition wieder in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Konkrete Auswirkungen vor Ort
Für die Menschen im Bezirk Feldkirchen bedeutet das neue Gipfelkreuz mehr als ein religiöses Zeichen: Es erweitert das lokale Wanderangebot und kann Ziel für Gottesdienste im Freien, Andachten oder stille Einkehr werden. Träger und Beteiligte betonen zudem die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements beim Erhalt und der Pflege solcher Kultur- und Naturorte.
- Organisatoren: Verein der Naturfreunde, Landjugend Ebene Reichenau
- Teilnehmende geistliche Leiter: Roland Stadler (kath.), Robert Graimann (evang.)
- Gemeindliche Vertretung: Bürgermeister Karl Lessiak
Praktische Hinweise für Interessierte
Der Aufstieg beginnt häufig in St. Lorenzen ob Ebene Reichenau; Wandernde sollten auf die alpine Seehöhe von über 2100 Metern vorbereitet sein und geeignete Ausrüstung mitführen. Konkrete Termine für weitere Andachten oder Pflegeeinsätze werden von den Naturfreunden beziehungsweise der Landjugend kommuniziert; Interessierte können sich bei den örtlichen Vereinsstellen erkundigen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Seehöhe des Standorts | 2109 m |
| Höhe des Kreuzes | 330 cm |
| Teilnehmer beim Aufstieg | knapp 100 |
Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie lokale Vereine und Jugendorganisationen zusammenarbeiten, um kulturelle Erinnerungsstücke in die Gegenwart zu holen und Orte für Gemeinschaft und Besinnung zu schaffen.