Leichte Entspannung am regionalen Arbeitsmarkt
Im Bezirk Leoben waren Ende Juli 1.227 Personen als arbeitslos registriert – um 7 weniger als im Juli des Vorjahres. Damit verzeichnet der Bezirk ein Minus von 0,6 Prozent und liegt weiterhin deutlich unter dem Landesschnitt der Steiermark, der im selben Zeitraum ein Plus von 3,8 Prozent aufweist.
Geschlechtsspezifische und altersbedingte Unterschiede
Die Verteilung nach Geschlecht zeigt 590 arbeitslose Frauen und 637 arbeitslose Männer. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen Männer um 1,6 Prozent, während bei den Frauen ein Rückgang von 2,8 Prozent zu verzeichnen ist. Bei den Altersgruppen ergibt sich ein uneinheitliches Bild:
- Unter 25-Jährige: Rückgang um 3,4 Prozent
- 25 bis 50 Jahre: Zunahme um 3,9 Prozent
- Über 50-Jährige: Rückgang um 4,7 Prozent
Besondere Entwicklungen: Herkunft und Behinderung
Die Arbeitslosigkeit bei ausländischen Kundinnen und Kunden stieg im Vergleichszeitraum um 7,9 Prozent. Zudem erhöhte sich die Zahl der Personen mit anerkannter Behinderung um 18,8 Prozent und liegt nun bei 158 Betroffenen. Diese Entwicklungen weisen auf spezifische Beratungs- und Integrationsbedarfe hin.
Stellenangebot und Ausbildungsmarkt
Im Bezirk Leoben waren insgesamt 684 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet. Davon entfielen 466 auf Meldungen im Juli, dazu kommen 27 offene Lehrstellen gegenüber 84 Lehrstellensuchenden. Im Berichtsmonat haben 192 Personen wieder eine Beschäftigung aufgenommen.
| Indikator | Zahl / Entwicklung |
|---|---|
| Arbeitslose insgesamt (Ende Juli) | 1.227 |
| Frauen | 590 (-2,8%) |
| Männer | 637 (+1,6%) |
| Offene Stellen | 684 |
| Lehrstellen | 27 (Suchende: 84) |
Ausblick und Bedeutung für den Bezirk
Die Zahlen deuten auf einen stabilen, wenn auch differenzierten Arbeitsmarkt hin: Junge und ältere Arbeitsuchende finden vergleichsweise leichter eine Perspektive, während die Gruppe der 25- bis 50-Jährigen sowie Menschen mit ausländischem Hintergrund stärkeren Unterstützungsbedarf haben könnten. Für lokale Wirtschaft, Arbeitsmarktakteure und Beratungsstellen ist relevant, die vorhandenen 684 offenen Stellen besser mit passenden Bewerbern zu verknüpfen und die Ausbildungssituation – insbesondere bei den 84 Lehrstellensuchenden – zu verbessern.
Konkrete Hilfsangebote und nächste Schritte sind die Beratung durch das regionale Arbeitsmarktservice, Lehrlingsstellenbörsen und spezifische Qualifizierungsmaßnahmen, um die Lücke zwischen freien Stellen und passender Arbeitskraft zu schließen.