AST als verlässliche Ergänzung zum städtischen Verkehr
Das Anruf-Sammel-Taxi (AST) ist in Linz seit seiner Einführung im Jahr 1987 eine etablierte Mobilitätsoption. Durch die Kooperation zwischen den Linz AG Linien und dem Linzer Taxi 2244 bietet das AST eine Mischung aus den Vorteilen des öffentlichen Verkehrs und individueller Taxifahrten – eine Option, die laut vorliegenden Zahlen monatlich bis zu 10.000 Fahrgäste in Anspruch nehmen.
Für viele Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das System vor allem eines: Flexibilität dort, wo fixe Linienbusse nicht direkt hinfahren. Besonders in Randzeiten oder in Stadtteilen mit geringerer Linienfrequenz schließt das AST spürbare Versorgungslücken.
Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit im Fokus
In den letzten Jahren wurde das Angebot schrittweise weiterentwickelt. Seit April 2025 stehen dem AST zwei speziell ausgestattete Fahrzeuge für Rollstuhltransporte zur Verfügung. Damit soll der Anspruch unterstrichen werden, Mobilität für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Eveline Hruza, Sprecherin des Mutterunternehmens Taxi 40100, hebt hervor, dass damit ein wichtiger Schritt Richtung Inklusion gesetzt worden sei.
„Das AST verbindet den öffentlichen Verkehr mit den Vorteilen eines Taxis und bietet dort Mobilität, wo sie besonders gebraucht wird“,
so Robert Neuhold, Betriebsleiter des Linzer Taxi 2244. Seine Aussage fasst die Funktion des Systems für den städtischen Verkehr zusammen: kein Ersatz für Busse, aber eine sinnvolle Ergänzung.
Parallel zur Barrierefreiheit wurde das Flottenkonzept modernisiert: Bereits mehr als die Hälfte der eingesetzten Fahrzeuge sind laut Bericht Elektro- oder Hybridtaxis. Damit leistet das AST einen Beitrag zu einer emissionsärmeren Mobilität in Linz.
Technische Verbesserungen für Nutzerinnen und Nutzer
Auch auf digitaler Ebene hat sich etwas getan: Die Taxi-2244-App wurde grundlegend überarbeitet. Zu den genannten Neuerungen zählen eine vereinfachte Benutzerführung, die Möglichkeit, Zahlungsmittel zu hinterlegen, sowie die Anzeige klar sichtbarer Fixpreise. Diese Änderungen sollen die Nutzung komfortabler und planbarer machen – insbesondere für Stammkunden und jene, die spontan ein AST benötigen.
- Einführung des AST in Linz: 1987
- Monatliche Nutzerzahl: bis zu 10.000 Fahrgäste
- Barrierefrei: 2 speziell ausgestattete Rollstuhl-Fahrzeuge seit April 2025
- Fahrzeugflotte: mehr als die Hälfte Elektro- oder Hybridfahrzeuge
- App-Update: vereinfachte Nutzung, hinterlegbare Zahlungsmittel, Fixpreise
Was das für Linz bedeutet
Für Pendlerinnen und Pendler, ältere Menschen und Bewohnerinnen von Randgebieten erhöht das AST die erreichbare Mobilität ohne aufwendigeren Umstieg auf Auto oder Taxi. Die Kombination aus elektronischer Buchbarkeit und festeren Preisinformationen schafft zudem Transparenz und Planbarkeit, was besonders für preisbewusste Nutzerinnen relevant ist.
Die ökologische Modernisierung der Flotte ist ebenfalls relevant für die Stadt: Elektro- und Hybridfahrzeuge reduzieren lokal Emissionen und Lärm – Aspekte, die in städtischen Quartieren unmittelbar spürbar sind. Gleichzeitig bleiben Qualität und Zuverlässigkeit des Angebots entscheidend für die Akzeptanz, insbesondere wenn es um Barrierefreiheit und kurzfristige Verfügbarkeit geht.
| Aspekt | Stand |
|---|---|
| Einführung | 1987 |
| Monatliche Nutzer | bis zu 10.000 |
| Rollstuhl-Fahrzeuge | 2 (seit April 2025) |
| Elektrische/Hybrid-Fahrzeuge | mehr als die Hälfte |
Die Weiterentwicklung des AST wird für Linz auch künftig eine kommunalpolitische Relevanz haben: Die Abstimmung zwischen Verkehrsunternehmen, Stadtplanung und sozialen Diensten bestimmt, wie gut das Angebot auf tatsächliche Bedarfe reagiert. Für Nutzerinnen und Nutzer bleibt entscheidend, dass Verfügbarkeit, Barrierefreiheit und digitale Nutzbarkeit kontinuierlich sichergestellt werden.
Für Auskünfte zur konkreten Nutzung – etwa Fahrgebiete, Treffpunkte und Buchungsmodalitäten – empfiehlt sich die Information über die Linz AG Linien bzw. die Taxi-2244-App.