Gefälschte Werbeanzeige führt zu finanziellem Schaden
Im Bezirk Melk ist eine Person aus Schrattenbruck Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Laut Polizeiangaben wurde die betroffene Person bereits im März über eine Werbeanzeige auf eine angebliche Handelsplattform aufmerksam und eröffnete dort ein Konto, um mit Aktien und Anleihen zu handeln.
In weiterer Folge überwies das Opfer insgesamt zweimal Geld auf verschiedene Konten. Dabei handelte es sich um ein österreichisches und ein deutsches Konto. Die Täter suchten sowohl per E‑Mail als auch telefonisch Kontakt und gaben sich teilweise als Mitarbeiter einer Firma aus. Als Auszahlung des vermeintlichen Gewinns verlangt wurde, forderten die Betrüger erneut Geld – diesmal mit der Begründung, angebliche Gebühren würden anfallen. Zur Untermauerung der Forderung wurde nach Angaben der Exekutive eine vollständig gefälschte Rechnung verwendet. Die Tat wurde schließlich im Juli angezeigt.
Worauf Betroffene im Bezirk Melk jetzt achten sollten
Der Fall zeigt typische Merkmale moderner Anlagebetrügereien: professionelle Aufmachung, Kontaktaufnahme über Werbung, Druck zur Zahlung angeblicher Gebühren und Wechsel der Konten. Für Personen im Bezirk Melk sind daraus konkrete Hinweise ableitbar:
- Misstrauen gegenüber Anlageangeboten, die ausschließlich über Werbeanzeigen in sozialen Medien oder per Direktkontakt auftauchen.
- Keine Zahlungen leisten, bevor die Seriosität der Plattform und der Vertragspartner verifiziert ist (Firmenbuch, Kontaktadressen, unabhängige Bewertungen, Rückfrage bei der Bank oder der Finanzmarktaufsicht).
- Bei ungeklärten Zahlungsaufforderungen oder Forderungen für „Gebühren“ sofort die Polizei informieren und keine weiteren Überweisungen tätigen.
Zeitlicher Ablauf (laut Polizei)
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| März | Aufmerksamkeit durch Werbeanzeige; Kontoeröffnung auf der Plattform |
| mehrere Überweisungen | Geld an ein österreichisches und ein deutsches Konto überwiesen |
| später | Kontaktaufnahme per E‑Mail und Telefon; Forderung weiterer Zahlungen mit gefälschter Rechnung |
| Juli | Anzeige bei der Polizei erstattet |
Für die betroffene Person hat der Vorfall nicht nur finanziellen, sondern auch administrativen Aufwand zur Folge: Anzeigenaufnahme, Kontakt mit den kontoführenden Banken und gegebenenfalls Unterstützung durch Opferberatungsstellen. Die Polizei weist generell darauf hin, dass gefälschte Unterlagen (etwa Rechnungen) professionell wirken können und deshalb unabhängige Prüfungen wichtig sind.
Wer ähnliche Anzeigen sieht oder zweifelhafte Zahlungsaufforderungen erhält, sollte unmittelbar die lokale Polizeiinspektion kontaktieren und keine weiteren Transferaufträge ausführen. Informationen zur Meldung von Anlagebetrug bieten neben der Exekutive auch die Finanzmarktaufsicht sowie Verbraucherorganisationen.