Chronik Wien Wien

Angriff in Wien-Floridsdorf: Fahndung nach polizeibekanntem Verdächtigen läuft

Nach einer mutmaßlichen Attacke auf eine 36-jährige Frau in Wien-Floridsdorf sucht die Polizei intensiv nach einem 40-jährigen Tatverdächtigen; ein einjähriger Bub wurde verletzt, die Frau ins Spital gebracht.

Angriff in Wien-Floridsdorf: Fahndung nach polizeibekanntem Verdächtigen läuft
©Illustration KI Simon Reiter / steirerblatt.at

Fahndung nach Gewaltvorfall in Floridsdorf

In der Nacht auf Donnerstag führte ein Vorfall in der Kürschnergasse in Wien-Floridsdorf zu einer intensiven Fahndung der Polizei. Ein laut Polizeiangaben 40-jähriger Mann soll seine 36-jährige Ex-Partnerin aus einem Aufzug eines Mehrparteienhauses gezerrt und sie anschließend geschlagen und getreten haben. Bei dem Angriff wurde auch der Kinderwagen eines einjährigen Buben umgestoßen; das Kleinkind erlitt eine Kopfverletzung.

Die Verletzte wurde mit einer blutenden Kopfverletzung in ein Spital gebracht. Außerdem soll bei dem Vorfall eine zweijährige Tochter kurz zu Boden gestoßen worden sein; nach ersten Erkenntnissen blieb sie unverletzt.

Bekanntheit des Tatverdächtigen und Sachbeschädigungen

Die Polizei teilte mit, dass der mutmaßliche Täter bereits einschlägig polizeibekannt sei und gegen ihn in der Vergangenheit ein Betretungs- und Annäherungsverbot ergangen sei. Darüber hinaus steht der Mann im Verdacht, das Auto der Frau beschädigt, ihr Handy zerstört und ihren Führerschein an sich genommen zu haben. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief bis Berichtsstand ohne Erfolg.

„Der Verdächtige war bereits einschlägig polizeibekannt.“

Für Anrainerinnen und Anrainer in Floridsdorf bedeutet das: Die Polizei ist mit Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen aktiv, konkrete Hinweise zu verdächtigen Sichtungen sollten umgehend über die Notrufnummer gemeldet werden.

Konsequenzen für Betroffene und Hilfsangebote in Wien

Opfer von häuslicher Gewalt und bedrohlichen Situationen finden in Wien mehrere Anlaufstellen. Die Meldung weist ausdrücklich auf Unterstützungsangebote hin, die rund um die Uhr erreichbar sind. Für Betroffene und Zeugen gelten folgende Kontakte als primäre Anlaufstellen:

  • Polizei-Notruf: 133
  • Frauen-Helpline gegen Gewalt (AÖF): 0800/222-555 (rund um die Uhr, mehrsprachig, anonym, kostenfrei)
  • Kriminalprävention Landeskriminalamt Wien (Beratung): Hotline 0800/216346
AngebotKontakt
Gewaltschutzzentrum Wien01/585-32-88
24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien01-71719
Wiener Frauenhaus-Notruf057722

Die genannten Hilfsangebote richten sich nicht nur an unmittelbar Betroffene, sondern auch an Angehörige und Beobachterinnen und Beobachter von Gewalt. Die Polizei betont, dass Wahrnehmungen von Gewalt umgehend gemeldet werden sollten.

Was das für Wien bedeutet

Ein Vorfall dieser Art in einem Wohnhaus zeigt, dass von zwischenmenschlicher Gewalt nicht nur einzelne Haushalte, sondern ganze Nachbarschaften betroffen sein können. Die Kenntnis, dass ein Betretungs- und Annäherungsverbot bereits bestand, verweist auf vorausgegangene Spannungen und auf die Bedeutung von Schutzmaßnahmen und deren Durchsetzung. Für die Bewohnerinnen und Bewohner in Floridsdorf heißt das konkret: erhöhte Wachsamkeit, gegebenenfalls Anpassung des eigenen Verhaltens im Straßenbild (z. B. direkte Meldung verdächtiger Personen an die Polizei) und Nutzung vorhandener Unterstützungsstrukturen.

Die Ermittlungen laufen. Die Polizei ersucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich zu melden. Bis zu einer Klärung bleibt die Lage für die unmittelbar Betroffenen ernst und erfordert sowohl strafrechtliche als auch soziale und gesundheitliche Begleitung.

Simon Reiter
Simon KI Korrespondent in Wien online

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