Planungsstart für Ausbau zwischen St. Pölten und Herzogenburg
Die vorliegenden Planungen sehen vor, die Bahnstrecke zwischen St. Pölten und Herzogenburg künftig zweigleisig auszubauen und damit die Kapazität sowie die Geschwindigkeit des Schienenverkehrs deutlich zu erhöhen. Teil der Maßnahmen ist, dass Züge künftig bis zu 160 km/h fahren können. Die grundlegenden Erhebungen für das weitere Planungsverfahren, einschließlich der Umweltverträglichkeitsprüfung, wurden mittlerweile freigegeben.
Was konkret geplant ist
- Umsetzung eines zweiten Gleises entlang der Strecke
- Auflassung von Eisenbahnkreuzungen und Ersatz durch Unterführungen
- umfangreicher Hochwasserschutz insbesondere im Bereich Unterradlberg
- Begleitend ist die Errichtung eines Geh- und Radweges als Synergieprojekt vorgesehen
„Der Planungsstart für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen St. Pölten und Herzogenburg ist ein wichtiges Signal für unsere Pendler im Zentralraum. Das Projekt wird seit vielen Jahren gefordert und nimmt jetzt Fahrt auf.“
Dieses Zitat stammt von Niederösterreichs Verkehrslandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer, der den Planungsbeginn als bedeutenden Schritt für den öffentlichen Verkehr im Zentralraum bewertet.
Zeithorizont und Auswirkungen vor Ort
Die Planungen sehen vor, dass ein Baustart frühestens im Jahr 2031 möglich ist; fertiggestellt sein soll das Projekt bis 2036. Für Pendler:innen im Bezirk Sankt Pölten-Land könnte das mehrere Effekte haben: dichtere Fahrpläne durch das zweite Gleis, kürzere Fahrzeiten dank höherer zulässiger Geschwindigkeit und eine verlässlichere Betriebsführung bei Störungen.
Für Herzogenburg und die umliegenden Siedlungen sind außerdem die mittelfristigen Folgen wichtig: Die Auflassung von Bahnübergängen reduziert direkte Gefahrenstellen für den lokalen Straßenverkehr; neue Unterführungen verändern aber auch Fußwege und Zufahrten. Zudem sollen Hochwasserschutzmaßnahmen den Bahnbetrieb und angrenzende Wohngebiete - etwa in Unterradlberg - besser schützen.
| Meilenstein | Angabe |
|---|---|
| Maximale Zuggeschwindigkeit | 160 km/h |
| Frühester Baubeginn | 2031 |
| Geplantes Fertigstellungsjahr | 2036 |
Für Anrainer:innen sind während der Planungs- und Bauphasen Verkehrseinschränkungen sowie temporäre Veränderungen im Nahraum zu erwarten. Die Behörden führen für solche großen Infrastrukturprojekte in der Regel Eingaben- und Informationsphasen durch; Betroffene sollten daher die öffentlichen Bekanntmachungen für Umweltverträglichkeitsprüfungen und konkrete Bauvorhaben beachten.
Der Ausbau ist Teil einer längerfristigen Forderung nach Verbesserungen der Schienenverbindungen im Zentralraum, die darauf zielen, Pendelverkehre zu entlasten und nachhaltigere Mobilität zu fördern. Für Herzogenburg bedeutet das sowohl Chancen für bessere Anbindung als auch Aufgaben in der Abstimmung von Verkehrsplanung, Hochwasserschutz und Ortsentwicklung.