Ein prägender Musiker der Neulengbacher Kulturszene ist verstorben
In Neulengbach ist mit Karl Kogler eine Persönlichkeit des lokalen Musiklebens gestorben. Kogler, 1947 geboren, verstarb nach einer kurzen, schweren Krankheit in Wien; er war im Alter von 78 Jahren.
Seine musikalische Laufbahn reichte weit über die Grenzen der Marktgemeinde hinaus: Er leitete das Notenarchiv der Wiener Volksoper, spielte Violine und war Substitut im Volksopernorchester sowie Mitglied des Opernballorchesters der Wiener Staatsoper. Diese beruflichen Stationen dokumentieren eine lebenslange Verbindung zur klassischen Musik.
Engagement in Neulengbach
Für Neulengbach hat Kogler vor allem durch ehrenamtliches Wirken Bedeutung erlangt. Im Stadtpark wirkte er bei den bekannten Parkkonzerten mit, die in den 1970er-Jahren stattfanden. Noch prägender war sein langjähriges Engagement im Kirchenchor der Gemeinde: Über rund 50 Jahre unterstützte er das Ensemble, oft als Sänger, mehrfach jahrelang in gemeinsamer Leitung mit Wolfgang Losert.
- Musikalische Leitung: Gemeinsame Leitung des Kirchenchores mit Wolfgang Losert, insbesondere bei Weihnachtsaufführungen.
- Komposition: Zwei Messen, darunter die "In die nativitatis" (1997) und die "Grinzinger Messe" (2012), die er in unterschiedlicher Besetzung komponierte.
- Beruf: Leiter des Notenarchivs der Wiener Volksoper und Betreuer von vergriffenem Notenmaterial über eine eigene Agentur nach der Pension.
Sein kompositorisches Interesse galt weniger bekannten Messen: Die 1997