Die Vorstände der Raiffeisenbank Millstättersee und der Raiffeisenbank Lieser‑Maltatal haben einen gemeinsamen Fusionsplan vorgelegt: Die beiden Institute sollen im ersten Halbjahr 2027 zu einer Bank zusammenwachsen; die Verschmelzung ist rückwirkend zum 1. Jänner 2027 vorgesehen. Ziel sei es, die Zukunftsfähigkeit zu erhöhen und die Leistungsfähigkeit für Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden zu verbessern.
Begründung der Vorstände
Als Gründe für die geplante Zusammenführung nennen die Geschäftsleitungen die üblichen Herausforderungen des Bankensektors: demografischer Wandel, der Wettbewerb um Fachkräfte, zunehmende regulatorische Anforderungen sowie erforderliche Investitionen in Digitalisierung und IT. In einer gemeinsamen Erklärung betonen Edwin Reiter und Günther Kratzwald, dass der Zusammenschluss Stabilität und Leistungsfähigkeit nachhaltig stärken solle, ohne die regionale Identität aufzugeben.
„Der geplante Zusammenschluss schafft die Möglichkeit, Stabilität und Leistungsfähigkeit nachhaltig zu stärken und gleichzeitig unsere regionale Identität zu bewahren“,
Die Banken wollen auch künftig „ein selbstständiger, regional verankerter und verlässlicher Partner vor Ort sein“ und die stärkere Finanzierungskraft insbesondere für die regionale Wirtschaft, die Landwirtschaft, den Tourismus und private Haushalte nutzbar machen.
Faktenlage
Aus den verfügbaren Angaben ergibt sich ein konzentrierter Geschäftsbereich:
- Anzahl der Filialen: 7
- Kundenstamm: rund 15.000 Kundinnen und Kunden
- Vorstände (namentlich genannt): Edwin Reiter, Stefan Hassler, Günther Kratzwald und Johannes Dörfler
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Filialen | 7 |
| Kunden | ~15.000 |
| Verschmelzungsstichtag | 1. Jänner 2027 (rückwirkend) |
Bedeutung für Kundinnen und Region
Für Kundinnen und Kunden ändern sich mit einer Verschmelzung oft die Abläufe bei Zahlungsverkehr, Onlinebanking sowie Beratungsangeboten. Entscheidende Punkte sind dabei Kontinuität der Betreuung vor Ort, Sicherung von Arbeitsplätzen und die Zusage, regionale Projekte weiter zu finanzieren. Die Banken betonen, dass die Partnerschaft „auf Augenhöhe“ gestaltet werden solle und beide Seiten ihre regionale Verankerung einbringen.
Für die Praxis heißt das: Kundinnen und Kunden sollten Mitteilungen ihrer Bank aufmerksam lesen, insbesondere zu möglichen Änderungen von Geschäftsbedingungen, Kontonummern oder Beratungsstandorten. Mitglieder der Raiffeisenbanken sind darüber hinaus zuversichtlich, dass eine größere Eigenkapitalbasis künftige Kreditvergaben für lokale Betriebe stützen kann — eine relevante Größe gerade für kleinstrukturierte Regionen mit Landwirtschaft und Tourismus.
Konkrete Details zum künftigen Organisationsaufbau, zur Führungsebene nach der Fusion oder zu Arbeitsplatzgarantien wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Solche Informationen werden in der Regel in weiteren Schritten der Fusionsabwicklung kommuniziert, sobald die rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Prüfungen abgeschlossen sind.
Für Leserinnen und Leser bedeutet die Bekanntgabe bereits: Beobachten Sie weitere Mitteilungen der Institute zu Ablauf und konkreten Änderungen. Insbesondere Gemeinden, lokale Firmen sowie landwirtschaftliche Betriebe sollten bei größeren Finanzierungsvorhaben den Kontakt zu ihren Beraterinnen und Beratern suchen, um mögliche Effekte und Chancen der stärkeren Finanzierungskraft rechtzeitig zu prüfen.