Großprojekt B 29: Was geplant ist
Das Regierungspräsidium Stuttgart hat in Böbingen den aktuellen Planungsstand für den Ausbau der Bundesstraße B 29 zwischen Mögglingen und Schwäbisch Gmünd vorgestellt. Geplant ist ein vierspuriger Ausbau über eine Länge von rund 10 Kilometern, inklusive eines Tunnels bei Böbingen und mehrerer Anschlussstellen.
Wesentliche technische Eckdaten
Die geplante Trasse wird deutlich breiter als die bisherige Strecke: Die gesamte Trassenbreite beträgt künftig etwa 28 Meter, die Fahrbahnbreite allein rund 25 Meter. Verkehrsplaner beschreiben diesen Abschnitt als "autobahnähnlich".
"autobahnähnlich", so die Beschreibung des RP zur geplanten Fahrbahnbreite.
- Streckenlänge: 10 Kilometer (Mögglingen bis Einhorntunnel)
- Trassenbreite: ca. 28 Meter, Fahrbahnbreite ca. 25 Meter
- Geplante Bauwerke: 8 Brücken, 7 Wasserbecken, 5 Stützbauwerke
- Anschlussstellen: drei geplant (u. a. Hussenhofen bereits vorhanden; Iggingen wird verschoben)
- Betroffene Gebäude: rund 15 Gebäude am östlichen Ortseingang von Gmünd vorgesehen für Abriss
Konsequenzen für Ort und Verkehr
Die Dimensionen des Ausbaus haben unmittelbare Folgen für die betroffenen Gemeinden. Eine Trasse mit rund 28 Metern Breite verändert nicht nur die Fahrdynamik, sondern auch die räumliche Struktur am Ortsrand: Straßenführungen in angrenzenden Bereichen müssen angepasst werden, weitere Zufahrten, Fuß- und Radwege sowie Lärmschutzmaßnahmen sind neu zu planen. Für die betroffenen Grundstücke am östlichen Ortseingang von Gmünd nennt das RP eine konkrete Zahl: Es sind rund 15 Gebäude, die der Planung zufolge weichen müssten.
Aufwand in Planung und Umweltfragen
Die Projektverantwortlichen betonen, dass die aktuelle Phase der Entwurfsplanung „sehr aufwendig und zeitraubend“ sei. Hintergrund sind nicht nur Straßen- und Tunnelplanung, sondern auch umfangreiche Untersuchungen zum Baugrund sowie zu Umwelt- und Landschaftsaspekten. Geplant sind zudem kilometerlange Lärmschutzanlagen; außerdem sind mehrere Wasserbecken vorgesehen, was auf Eingriffe in den Wasserhaushalt und auf erforderliche Ausgleichsmaßnahmen hindeutet.
| Aspekt | Planwert / Hinweis |
|---|---|
| Streckenlänge | 10 km |
| Trassenbreite | ca. 28 m |
| Fahrbahnbreite | ca. 25 m |
| Gebäudeabriss | ca. 15 Gebäude am östlichen Ortseingang |
| Bauwerke | 8 Brücken, 7 Wasserbecken, 5 Stützbauwerke |
Offene Punkte und Ausblick
Trotz der detaillierten technischen Angaben bleiben zentrale Fragen unbeantwortet: Konkrete Zeitpläne für Baubeginn und Fertigstellung wurden nicht genannt; auch zu möglichen Umleitungen während der Bauarbeiten oder zu Entschädigungsregelungen für betroffene Eigentümer liegen noch keine verbindlichen Angaben vor. Das RP bezeichnet die Entwurfsplanung als aufwendig – das impliziert, dass mit weiteren Veränderungen in den Plänen zu rechnen ist, bevor es in die Genehmigungs- und Ausführungsphase geht.
Für Anrainer und Pendler in und um Schwäbisch Gmünd bedeutet das: Es steht ein langwieriger Planungsprozess an, in dem technische, verkehrliche und umweltrechtliche Fragen geklärt werden müssen. Betroffene Haushalte sollten deshalb die Informationsangebote der zuständigen Behörden verfolgen und bei öffentlichen Beteiligungsverfahren aufmerksam bleiben.