Sanierung bringt Kultur und Verwaltung in prominentes Gebäude
Am Marktplatz 6 hat die Stadt Schwäbisch Gmünd gemeinsam mit den Eigentümern das ehemalige Woha-Haus in den sanierten Gmünder Hof verwandelt. Nach Jahren des Leerstands eröffnet das Gebäude nun mit mehreren Funktionen: Neben platzierter Stadtverwaltung und Angeboten zur Wirtschaftsförderung steht insbesondere ein neu gestalteter Bürgersaal als Veranstaltungsort zur Verfügung. Die Eröffnung wurde am Samstag mit einer gut besuchten Veranstaltung begangen.
Die Sanierung hebt historische Elemente hervor und stellt sie zur Schau: Im Bürgersaal wurde ein Wandbild mit dem Titel „Der Geiger zu Gmünd“ freigelegt, französische Balkone und textilbezogene Wandverkleidungen verleihen dem Saal ein Ambiente, das an frühere Zeiten erinnert. Eine Besucherin des Vormittags, die hohe Dame Sigrid Eisenmann, schilderte, wie Erinnerungen an frühere Tanzveranstaltungen wieder lebendig wurden.
Funktionen und Bedeutung für die Öffentlichkeit
Der Neubeginn des Hauses umfasst mehrere Nutzungsbereiche, die für Bürgerinnen und Bürger der Stadt konkret relevant sind:
- Standesamtliche Trauungen in einem repräsentativen Rahmen – eine neue Option für Paare aus Schwäbisch Gmünd.
- Bürgersaal für Veranstaltungen, Versammlungen und kulturelle Angebote, ausgestattet mit historischem Flair.
- Räume für Wirtschaftsförderung sowie Begegnungsflächen, die lokale Initiativen und Vernetzung unterstützen sollen.
Oberbürgermeister Richard Arnold lobte die Herangehensweise der Architekten und die Verantwortung der Eigentümer, das Gebäude wieder zu beleben. Architekt Thomas Sonnentag betonte bei der Eröffnung die Bedeutung, historische Substanz zu respektieren und in die heutige Nutzung zu integrieren.
„das ist aller Ehren wert“
Mit dieser Aussage würdigte Arnold ausdrücklich das Engagement des Eigentümerpaars Kißling, das den Instandsetzungsprozess vorangetrieben hat. Die Rückkehr des Namens Gmünder Hof markiert eine bewusste Rückbindung an die städtische Geschichte und soll zugleich ein modernes Nutzungsangebot bereithalten.
Auswirkung auf Stadtbild und Veranstaltungen
Die Wiederinbetriebnahme des Hauses am oberen Marktplatz hat mehrere unmittelbare Folgen: Sie stärkt das Zentrum der Stadt, schafft zusätzliche Veranstaltungsflächen und bietet Brautpaaren eine neue, lokal verankerte Option für standesamtliche Feiern. Für Kulturveranstalter und Vereine steht künftig ein repräsentativer Saal zur Verfügung, der durch seine Gestaltung auch größere Empfänge ermöglicht.
| Adresse | Hauptnutzen |
|---|---|
| Marktplatz 6 | Standesamt, Bürgersaal, Wirtschaftsförderung, Begegnungsräume |
Die Sanierung zeigt, wie städtische Kernbereiche durch private Eigentümer und öffentliche Unterstützung wiederbelebt werden können. Für Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet das konkret: mehr Veranstaltungsoptionen im Stadtkern, ein attraktiverer Marktplatz und ein Ort, der Geschichte sichtbar macht, ohne nur Museum zu sein.
Praktische Hinweise für Interessierte
- Paare, die die neue Traulocation nutzen möchten, sollten sich frühzeitig beim Standesamt informieren, da repräsentative Räume schnell ausgebucht sein können.
- Kulturelle Veranstalter und Vereine können beim städtischen Kulturamt Informationen zur Buchung des Bürgersaals erfragen.
- Besucherinnen und Besucher des Marktplatzes können sich beim Tag der offenen Tür persönlich ein Bild von der Raumgestaltung und Ausstattung machen.
Die Wiedereröffnung des Gmünder Hofes ist ein sichtbares Zeichen für Stadterneuerung in Schwäbisch Gmünd: Ein Gebäude, dessen Nutzung in den vergangenen Jahrzehnten wechselte, tritt nun erneut als Treffpunkt, Veranstaltungsort und Verwaltungsstandort in Erscheinung.