Störung trifft Fern- und Regionalverkehr – Linz bleibt betroffen
Seit Donnerstagabend beeinträchtigen ein Oberleitungsschaden und eine darauf folgende Stellwerksstörung den Bahnbetrieb auf der wichtigen Strecke zwischen St. Valentin und Linz. Laut ÖBB sind derzeit nur zwei von vier Gleisen eingeschränkt befahrbar. Die Folgen zeigen sich besonders im Fernverkehr, wo es zu Verspätungen, Ausfällen und veränderten Endstationen kommt. Der Nahverkehr wird bereits seit Donnerstagabend durch Schienenersatzverkehr (SEV) abgewickelt.
Für Fahrgäste in Linz bedeutet das: Verbindungen, auf die man sich üblicherweise verlässt, verkehren nicht im gewohnten Takt. Die ÖBB haben ein Notfahrprogramm eingerichtet, um den Verkehr notdürftig aufrechtzuerhalten, zugleich sind aber Einschränkungen unvermeidlich.
Welche Züge fahren – und welche nicht
| Verkehrsart | Aktueller Status |
|---|---|
| Railjet Express (RJX) | Fahrt möglich (im Notfahrprogramm) |
| Intercity (IC) | Viele Verbindungen enden in St. Valentin bzw. Linz Hauptbahnhof |
| Westbahn | Verkehrt nur einmal pro Stunde, hält außerplanmäßig in St. Valentin |
| Güterverkehr | Wartezeiten oder großräumige Umleitungen |
Die ÖBB betonen, dass Tickets der beiden Unternehmen auf der betroffenen Relation gegenseitig anerkannt werden, um Umstiege zu erleichtern. Gleichzeitig ist offen, wie lange die Instandsetzung dauern wird: Die genaue Schadensursache ist noch ungeklärt. Laut ÖBB-Sprecher ging am Donnerstagabend ein Oberleitungskabel zu Boden und hatte dort weitere Leitungen zum Stellwerk beschädigt; es wurde berichtet, dass diese Kabel geschmolzen seien.
Konkrete Hinweise für Reisende aus Linz
- Informieren Sie sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Verbindungen auf SCOTTY und oebb.at oder beim ÖBB Kundenservice unter der Nummer 05 17 17.
- Rechnen Sie mit Verzögerungen und planen Sie bei Anschlussverbindungen zusätzlichen Zeitpuffer ein.
- Nutzen Sie, wenn möglich, die stündlichen Westbahn-Verbindungen als Ausweichmöglichkeit; beachten Sie die geänderten Halte.
- Berücksichtigen Sie: Der Nahverkehr wird teils durch SEV ersetzt – Fahrtzeiten können sich dadurch deutlich verlängern.
Für Pendlerinnen und Pendler, die regelmäßig zwischen Linz und dem Zentralraum pendeln, ist dies eine Belastung: Längere Fahrzeiten, mögliche verpasste Anschlüsse und ein dichteres Verkehrsaufkommen auf Alternativrouten sind zu erwarten. Auch im Güterverkehr führt die Störung zu Verzögerungen, die mittelbar Wirtschaft und Versorgungsketten belasten können, sofern es zu anhaltenden Umleitungen kommt.
Die ÖBB arbeiten nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Schadensbehebung; ein exakter Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung der vollen Kapazität wurde nicht genannt. Sobald es neue Informationen gibt, sind die offiziellen Kanäle der ÖBB die erste Anlaufstelle.
Reisende aus Linz sollten sich in den kommenden Tagen vor jeder Fahrt informieren und gegebenenfalls flexiblere Reisezeiten in Betracht ziehen, um Staus und überfüllte Züge zu vermeiden.