Hitzerekord in Wien – was gemessen wurde
Am Montag wurde in der Bundeshauptstadt an der Messstation Wien-Stammersdorf erstmals eine Temperatur von 40,1 Grad registriert. Die Messung wurde von Geosphere Austria bestätigt. Damit handelt es sich um den höchsten je in Wien erfassten Wert.
Die Landeshauptstadt ist nicht allein betroffen: im Umland wurde ebenfalls außergewöhnlich hohe Hitze dokumentiert. Aufgelistet sind die fünf höchsten am Montag gemessenen Werte:
- Wien-Stammersdorf: 40,1 °C
- Langenlebarn (Tullnerfeld, NÖ): 40,0 °C
- Wien-Innere Stadt: 39,4 °C
- Bad Deutsch-Altenburg: 39,3 °C
- Wolkersdorf (Weinviertel): 39,1 °C
| Messstation | Temperatur (°C) |
|---|---|
| Wien-Stammersdorf | 40,1 |
| Langenlebarn (NÖ) | 40,0 |
| Wien-Innere Stadt | 39,4 |
| Bad Deutsch-Altenburg | 39,3 |
| Wolkersdorf | 39,1 |
Warnstufen und Aussichten
Für Wien sowie für das Nordburgenland und große Teile des Nordostens Niederösterreichs gilt derzeit die höchste Wetterwarnstufe Rot. Meteorologische Dienste erwarten, dass die extreme Hitze in den nächsten Tagen anhalten kann; es besteht die Möglichkeit, dass der gemessene Wert im Tagesverlauf noch einmal erreicht oder übertroffen wird.
„Der Rekord könnte noch im Laufe des Tages erneut eingestellt werden“, sagte ein Sprecher gegenüber der APA.
Einordnung und lokale Folgen
Der neue Messwert überschreitet deutlich den bisherigen städtischen Höchstwert. Für Wienerinnen und Wiener hat das mehrere unmittelbare Konsequenzen:
- Gesundheit: Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Vorerkrankungen; hitzebedingte Erkrankungen wie Hitzschlag und Dehydratation können zunehmen.
- Infrastruktur: Hohe Temperaturen belasten Stromnetze und den Öffentlichen Verkehr, etwa durch technische Störungen und Auswirkungen auf Gleise und Stromversorgung.
- Öffentlicher Raum: Aufenthaltsqualität in Parks und auf Plätzen sinkt; städtische Freibäder, Trinkbrunnen und gekühlte Aufenthaltsräume gewinnen an Bedeutung.
Die derzeitige Hitzewelle bewegt sich in Regionen, in denen früher bereits örtliche Rekorde registriert wurden: Der landesweite Allzeitrekord von 40,5 Grad, gemessen 2013 in Bad Deutsch-Altenburg, wurde in Aussicht gestellt, könnte aber durch die aktuell hohen Werte erneut in Reichweite rücken.
Was Wienerinnen und Wiener tun können
Städtische Gesundheits- und Rettungsdienste raten zu folgenden Maßnahmen, um Risiken zu reduzieren:
- Trinken: Regelmäßig Wasser zu sich nehmen, alkoholische und stark zuckerhaltige Getränke vermeiden.
- Aufenthalt: Mittags Hitze meiden, Schatten und kühlere Innenräume aufsuchen.
- Kontakt: Ältere Nachbarinnen und Nachbarn sowie alleinlebende Personen kontrollieren und bei Bedarf unterstützen.
Die zuständigen Wetterdienste beobachten die Lage und geben bei Änderungen der Warnstufen weitere Hinweise. Für die kommenden Tage ist mit anhaltend hohen Temperaturen zu rechnen; eine Entspannung tritt voraussichtlich erst gegen Ende der Woche ein.
Diese Berichterstattung stützt sich auf die Messdaten von Geosphere Austria sowie die Meldungen lokaler Wetterstationen.