LEIBNITZ. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bezirk, die einen beruflichen Neuanfang erwägen, finden im Fall von Jürgen Rössler ein anschauliches Beispiel: Der 36-Jährige, ursprünglich ausgebildeter Maschinenschlosser und jahrelang als Maschinenbautechniker mit der Reparatur großer Baumaschinen befasst, wechselte nach einer gezielten Weiterbildung in ein neues, kreativeres Tätigkeitsfeld.
Vom Schrauben zur Gestaltung
Rössler berichtete, dass die frühere Tätigkeit zwar verlässlich, aber wenig kreativ gewesen sei. In seinen Worten:
„Das war solide Arbeit, aber wenig kreativ“
Über die Teilnahmen an Angeboten im Rahmen der DIGI:Stiftung Steiermark 2.0 qualifizierte er sich unter anderem in den Bereichen technisches Zeichnen und Grafik. Die Kurse wurden am WIFI sowie bei spezialisierten Schulungspartnern absolviert. Innerhalb weniger Monate gelang so der Einstieg in ein neues Berufsfeld mit stärkerer Verbindung zu digitalen und kreativen Aufgaben.
Was die Maßnahme bewirkt
Die DIGI:Stiftung Steiermark 2.0 wird in der Meldung als Instrument beschrieben, das unternehmensnahe und individualisierte Qualifizierungen ermöglicht. Für den Bezirk Leibnitz hat das zwei handfeste Bedeutungen:
- Erhält die Region geeignete Weiterbildungsangebote, können Beschäftigte bestehender Branchen schneller in zukunftsfähige Tätigkeiten wechseln.
- Unternehmen vor Ort, die IT- und Digitalisierungskenntnisse benötigen, bekommen besser qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber.
Für Betroffene bedeutet das: Mit vergleichsweise kurzen, zielgerichteten Kursen lassen sich Berufswege neu ausrichten, ohne dass ein kompletter Berufswechsel über Jahre nötig wäre.
Konkrete Elemente der Qualifizierung
Aus der Schilderung lassen sich die Eckpunkte der Qualifizierung zusammenfassen:
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| Fokus | Technisches Zeichnen, Grafik, digitale Kompetenzen |
| Anbieter | WIFI und spezialisierte Schulungspartner |
| Dauer | Nur wenige Monate (laut Bericht) |
Was das für den Bezirk Leibnitz bedeutet
Der Weg von Rössler zeigt, dass regionale Akteurinnen und Akteure – von Bildungseinrichtungen bis zur Arbeitsmarktservice-Koordination – entscheidend dazu beitragen können, dass Menschen im Bezirk Beschäftigungschancen in wachstumsrelevanten Bereichen erhalten. Solche Angebote sind besonders relevant für:
- Handwerksbetriebe und technische Dienstleister, die Mitarbeitende mit digitalen Fähigkeiten suchen,
- Beschäftigte mittleren Alters, die nach höherer Kreativität oder neuen Perspektiven streben,
- Unternehmen, die sich in Richtung Digitalisierung entwickeln wollen.
Leserinnen und Leser, die über eine berufliche Neuorientierung nachdenken, sollten prüfen, welche Kurse das WIFI oder lokale Schulungspartner aktuell anbieten und ob Förderinstrumente wie die genannten Stiftungsmaßnahmen für sie in Frage kommen. Konkrete Beratung bieten das AMS und die regionalen Bildungsträger, die über aktuelle Kursformen, Finanzierungsmöglichkeiten und mögliche Arbeitgeberkontakte informieren können.
Der Fall Rössler bleibt ein Beispiel dafür, wie gezielte Weiterbildung innerhalb kurzer Zeit Räume für neue berufliche Entwicklungen öffnen kann – mit direkter Wirkung für den Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Zukunft im Bezirk Leibnitz.