Großangelegter Drogenhandel aufgeklärt
Nach fast zwei Jahren intensiver Ermittlungen hat die Kriminaldienstgruppe Leibnitz einen umfassenden Ermittlungskomplex im Suchtmittelmilieu der Steiermark abgeschlossen. Den Behörden gelang es, zwei mutmaßliche Tätergruppierungen auszuforschen; insgesamt wurden 15 Tatverdächtige angezeigt. Ein Teil der Beschuldigten ist bereits rechtskräftig verurteilt.
Vernetzter Handel über Lieferketten und Social Media
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Suchtmittel über Lieferketten in Graz und Wien bezogen und anschließend in Graz, in den Bezirken Graz-Umgebung, Leibnitz und Deutschlandsberg weiterverkauft zu haben. Die Polizei berichtet, dass die Anbahnung der Geschäfte überwiegend über Social-Media-Plattformen erfolgt sei. Der Weiterverkauf habe sowohl an öffentlichen Orten als auch von Wohnadressen aus stattgefunden.
Umfang der sichergestellten Waren und Maßnahmen
Im Rahmen der Ermittlungen führten die Einsatzkräfte 14 Festnahmen durch, vollzogen 13 Hausdurchsuchungen und lieferten 13 Personen in die Justizanstalt Jakomini ein. Rund 80 Abnehmer konnten ausgeforscht und an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt werden.
- Angemeldete Verdächtige: 15
- Festnahmen: 14
- Hausdurchsuchungen: 13
- Ausgeforschte Abnehmer: ~80
- Geschätzter Straßenverkaufswert: ~1,3 Millionen Euro
| Suchtmittel | Menge (laut Polizei) |
|---|---|
| Marihuana | ~100 kg (insgesamt beschuldigt) |
| 2-MMC (Designerdroge) | 2,5 kg |
| Pentedron | 1,5 kg |
| Ketamin | 1 kg |
| Weitere (Amphetamin, XTC, Kokain u.a.) | geringere Mengen |
Beschlagnahmtes Bargeld und Waffen
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem rund 20.000 Euro Bargeld, mehrere Kilogramm unterschiedlicher Drogen sowie etwa 800 XTC-Tabletten sicher. Zudem wurden diverse Waffen beschlagnahmt. Die genauen weiteren Ermittlungsergebnisse und mögliche weitere Maßnahmen gegen das Umfeld der Beschuldigten liegen bei den zuständigen Justizbehörden.
Für Einwohnerinnen und Einwohner im Bezirk bedeutet der Abschluss dieser Ermittlungen einerseits eine unmittelbare Reaktion der Sicherheitsbehörden auf organisierten Drogenhandel im regionalen Raum. Andererseits bleibt die Kontrolle der Liefer- und Vertriebswege – insbesondere die Rolle sozialer Netzwerke bei der Anbahnung illegaler Geschäfte – eine Herausforderung für Polizei und Präventionsarbeit vor Ort.