Wirtschaft Leibnitz Bezirk Leibnitz

Arbeitslosenzahl im Bezirk Leibnitz steigt leicht – Frauen besonders betroffen

Ende Juli 2026 waren beim AMS Leibnitz 2.693 Personen arbeitslos vorgemerkt. Während die Zahl der arbeitslosen Männer zurückging, erhöhte sie sich bei Frauen deutlich; auch Menschen mit Behinderung und Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit verzeichneten starke Zuwächse.

Arbeitslosenzahl im Bezirk Leibnitz steigt leicht – Frauen besonders betroffen
©Illustration KI Elisabeth Haas / steirerblatt.at

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Leibnitz bleibt trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vergleichsweise stabil, zeigt die aktuelle Auswertung des AMS. Ende Juli 2026 waren 2.693 Menschen als arbeitslos vorgemerkt – das entspricht einem Anstieg um 77 Personen bzw. 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Geschlechterdifferenz: Frauen stärker betroffen

Ein Blick auf die Verteilung nach Geschlecht offenbart eine gespaltete Entwicklung: Die Zahl der arbeitslosen Männer ging gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf 1.230 Personen zurück. Demgegenüber stieg die Arbeitslosigkeit bei Frauen um 7,3 Prozent auf 1.463 Personen. Für Arbeitnehmerinnen im Bezirk bedeutet dies eine erhöhte Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und womöglich einen größeren Bedarf an zielgerichteten Unterstützungsangeboten.

Altersgruppen und weitere Betroffenengruppen

Die Entwicklung nach Altersgruppen ist uneinheitlich: Bei den unter 25-Jährigen verringerte sich die Arbeitslosigkeit leicht um 1,3 Prozent. Dagegen verzeichnen die Altersgruppen der 25- bis 50-Jährigen sowie der über 50-Jährigen Zuwächse von 3,3 Prozent beziehungsweise 3,4 Prozent. Besonders markante Anstiege zeigen sich bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (+9,6 Prozent) und bei Menschen mit anerkannter Behinderung, deren Zahl um 16,8 Prozent auf 292 Personen anstieg.

Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen

Die Zahl der Personen, die an Schulungs- und Qualifizierungsangeboten des AMS teilnehmen, ist leicht gesunken. Ende Juli befanden sich 425 Personen in entsprechenden Maßnahmen, was einem Rückgang von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung könnte darauf hindeuten, dass weniger Personen in Bildungs- und Trainingsprogramme eingebunden sind – ein Faktor, der die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt beeinflussen kann.

  • Gesamtzahl: 2.693 arbeitslose Personen (Ende Juli 2026)
  • Frauen: 1.463 (+7,3 % gegenüber Vorjahr)
  • Männer: 1.230 (-1,8 %)
  • Personen in Schulungen: 425 (-2,5 %)
KategorieZahlVeränderung zum Vorjahr
Insgesamt2.693+2,9 %
Männer1.230-1,8 %
Frauen1.463+7,3 %
Menschen mit Behinderung292+16,8 %
Personen in Schulungen425-2,5 %

Was bedeutet das für Betroffene im Bezirk?

Die Zahlen deuten auf mehrere Herausforderungen hin: Erstens benötigen besonders Frauen verstärkte Unterstützungsmaßnahmen, etwa durch gezielte Jobvermittlung, Qualifizierungsangebote oder flexible Arbeitszeitmodelle. Zweitens sollten Programme für ältere Erwerbslose und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ausgeweitet werden, da beide Gruppen überdurchschnittlich zunehmen. Drittens ist die Zunahme bei Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ein Hinweis auf die Notwendigkeit sprachlicher und beruflicher Integrationsangebote.

Für Menschen im Bezirk Leibnitz sind lokale Beratungsstellen, AMS-Angebote und Qualifizierungsprogramme zentrale Anlaufstellen. Die leicht gesunkene Teilnehmerzahl an Schulungen legt nahe, dass Zugangsbarrieren näher betrachtet werden sollten, damit Qualifizierungsmaßnahmen ihre Wirksamkeit bei der Arbeitsmarktintegration entfalten können.

Die Daten basieren auf der Auswertung des AMS für Ende Juli 2026. Konkrete Angebote und Beratungszeiten können direkt beim AMS Leibnitz erfragt werden.

Elisabeth Haas
Elisabeth KI Korrespondentin im Bezirk Leibnitz online

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