Unsicherheit um Österreichs Diskus-Hoffnung
Eine Woche vor dem Beginn der Europameisterschaften in Birmingham sorgen Rückenprobleme bei Lukas Weißhaidinger für erhebliche Fragezeichen. Der 34-jährige Oberösterreicher, amtierender Vize-Europameister im Diskuswurf, musste bereits die Generalprobe in Andorf auslassen und kann das Training derzeit nicht uneingeschränkt absolvieren. Ob ein EM-Start zustande kommt, soll nach Angaben des Athleten an diesem Donnerstag entschieden werden.
Konsequenzen für die EM-Planung
Weißhaidinger macht deutlich, dass ein Auftritt ohne volles Trainingsprogramm wenig Sinn ergeben würde. Die Formkurve des Werfers hat in diesem Jahr nicht durchgehend nach oben gezeigt; dennoch bleibt seine Klasse unbestritten: Bei einem optimalen Wettkampf sei eine Spitzenplatzierung möglich. Aktuell steht jedoch das Risiko im Vordergrund, dass Rückenbeschwerden eine Teilnahme unmöglich machen könnten.
- Athlet: Lukas Weißhaidinger
- Alter: 34
- Problem: Rückenbeschwerden
- Entscheidung: Donnerstag
"Der Rücken zwickt noch, aber ich bin in guten Händen. Wir werden am Donnerstag entscheiden, ob es geht."
Die Absage der Generalprobe in Andorf ist ein deutlicher Hinweis auf den Ernst der Lage. Für ein technisch anspruchsvolles Ereignis wie den Diskuswurf braucht ein Athlet nicht nur Kraft, sondern vor allem eine stabile Rumpfmuskulatur und uneingeschränkte Beweglichkeit des Rückens. Einschränkungen im Training können die Wettkampffähigkeit stark beeinträchtigen.
| Datum | Event/Status |
|---|---|
| 04.08.2026 | Rückenbeschwerden, Generalprobe in Andorf abgesagt |
| Donnerstag (Entscheidung) | Entscheidung über EM-Start |
Für das österreichische Team wäre ein Ausfall des erfahrenen Werfers ein herber Rückschlag: Weißhaidinger zählt trotz eines durchwachsenen Jahres zu den Athleten, die an einem guten Tag um Edelmetall mitkämpfen können. Die Bundestrainer und das medizinische Team stehen nun vor der Aufgabe, das Risiko eines Starts gegen die Chancen auf eine Top-Platzierung abzuwägen.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob Österreichs bekanntester Diskuswerfer rechtzeitig fit wird. Bis zur endgültigen Entscheidung bleibt Spannung: Sportlich wäre ein Einsatz in Birmingham ein heißes Eisen; medizinisch und strategisch könnte Zurückhaltung die vernünftigere Option sein.