Kunstausstellungen und Aktionen verbinden Wasser, Geschichte und öffentlichen Raum
In Fürstenfeld hat die Wasserbiennale begonnen. Das vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark präsentierte Programm zeigt heuer drei künstlerische Beiträge, die das Thema Wasser in unterschiedlichen Formaten beleuchten und öffentliche Orte der Stadt bespielen. Die Auftaktarbeit ist bereits zugänglich; für die weiteren Projekte sind Veranstaltungen im August geplant.
Eröffnung: Geschichte als Thema vor der BH
Den Auftakt machte eine Installation der Künstler Joseph Fitzgerald und Günther Pedrotti. Ausgangspunkt ihres Projekts sind historische Befestigungsanlagen auf dem Haus-Wiesen-Gelände unterhalb der Stadt. Als sichtbares Element entstand eine Plakatwand, die nun vor dem Gebäude der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld installiert ist. Die Arbeit ist bis Ende August frei zugänglich; der Besuch ist kostenfrei.
Klanginstallation und partizipatives Format im Freibad
Anfang August verwandeln Anne Glassner und Luca Serasini das Fürstenfelder Freibad in einen ungewöhnlichen Klangraum. Ihr Projekt mit dem Titel
"Floating Dreams"
arbeitet mit Telefonapparaten, die sowohl im Wasserbecken als auch an Stellen im Stadtgebiet aufgestellt werden. Besucherinnen und Besucher können damit aufgezeichnete „Wasserträume“ anhören und so akustische Verbindungen zwischen Bad und Stadtraum herstellen. Zur Eröffnung ist ein Workshop vorgesehen; hierfür sind Schwimmkenntnisse erforderlich und eine vorherige Anmeldung notwendig.
Hörspiel-Spaziergang und gemeinsames Baden
Mitte August präsentieren Kerstin Reyer und Sophie Netzer vom Kollektiv raumarbeiterinnen ein weiteres Projekt mit dem Arbeitstitel
"Ein Bad zu nehmen"
Bei diesem Format handelt es sich um einen Hörspiel-Spaziergang, der Elemente des Hörspiels mit der körperlichen Erfahrung des Badens zusammenführt. Details zu Treffpunkten, Zeiten und möglichen Anmeldeformalitäten werden vom Veranstalter rechtzeitig bekannt gegeben.
Bedeutung für die Region
Die Biennale nutzt das Element Wasser, um öffentliche Wahrnehmung, Geschichte und Alltagsräume miteinander zu verweben. Für Fürstenfeld bedeutet das konkret:
- kostenfrei zugängliche Kunst an zentraler Stelle (Bezirkshauptmannschaft),
- öffentliche Veranstaltungen, die das Freibad als kulturellen Ort bespielen,
- niedrigschwellige Formate, die Stadtraum und lokale Geschichte sichtbar machen.
Für Besucherinnen und Besucher aus dem Bezirk ist wichtig zu wissen, dass die Plakatwand dauerhaft bis Ende August steht, während die Aktionen im Freibad und der Hörspiel-Spaziergang zeitlich begrenzt und teils an Voraussetzungen (Schwimmkenntnisse, Anmeldung) geknüpft sind.
| Projekt | KünstlerInnen | Ort | Zeitraum / Hinweise |
|---|---|---|---|
| Plakatwand zur Geschichte | Joseph Fitzgerald, Günther Pedrotti | Vor BH Hartberg-Fürstenfeld | Bis Ende August, kostenlos |
| "Floating Dreams" (Klanginstallation) | Anne Glassner, Luca Serasini | Freibad & Stadtgebiet | Anfang August, Workshop mit Anmeldung, Schwimmkenntnisse erforderlich |
| "Ein Bad zu nehmen" (Hörspiel-Spaziergang) | Kerstin Reyer, Sophie Netzer (raumarbeiterinnen) | Stadtraum / Freibad | Mitte August, zeitlich begrenzt |
Die Wasserbiennale setzt damit einen Schwerpunkt auf ortsbezogene Kunst, die für ein breites Publikum zugänglich ist. Wer an den Veranstaltungen teilnehmen möchte, sollte kurzfristig Informationen zu Terminen und Teilnahmebedingungen einholen — die Organisationen kündigen Workshops und spezielle Treffpunkte separat an.
Fürstenfeld bleibt mit dieser Ausgabe Teil eines landesweiten Programms, das Kunst im öffentlichen Raum fördert und lokale Zugänge zu künstlerischen Diskursen schafft. Die Kombination aus historischer Auseinandersetzung und partizipativen Klang- und Hörformaten kann neue Perspektiven auf vertraute Orte eröffnen.