Gefälschte Spendenlisten im Umlauf
In Leoben kommt es derzeit zu einer Trickdiebstahl-Variante, bei der Betrügerinnen und Betrüger mit täuschend echt wirkenden Spendenlisten versuchen, an Bargeld von Passantinnen und Passanten zu gelangen. Nach Berichten aus der Stadt operierten die Täter vornehmlich auf Supermarkt-Parkplätzen und in Geschäften sowie an anderen öffentlichen Orten.
Nach Angaben von Zeugen traten in einem bekannten Fall zwei Männer auf, die eine Liste mit offiziellen Anschein vorzeigten und Kunden aktiv zum Spenden aufforderten. Um kritischen Nachfragen zu entgehen, gaben sich die Männer als stumm und taub aus. Als Betroffene versuchten, den Vorfall zu dokumentieren, flohen die Täter in einem weißen Mercedes.
Die Polizei rät, im Notfall den Notruf 133 zu wählen, um schnell Hilfe zu erhalten.
Wie Betroffene reagieren sollten
Die Beschreibung des Modus Operandi legt nahe, dass es den Tätern vor allem darum geht, mögliche Nachfragen zu vermeiden und durch das Auftreten Mitgefühl auszunutzen. Für Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Leoben sind daher folgende Verhaltenshinweise wichtig:
- Bei unsicheren Situationen Abstand halten und nicht sofort Bargeld herausgeben.
- Die Echtheit von Spendenlisten kritisch prüfen: offizielle Logos, Ansprechpartner oder Registrierungsnummern verlangen und notfalls telefonisch verifizieren.
- Versuchen, das Kennzeichen sowie Fluchtrichtung des Fahrzeugs zu merken; im geschilderten Fall wurde ein weißer Mercedes genannt.
- Fotos und Videos nur aus sicherer Distanz machen, wenn dies gefahrlos möglich ist — direkte Konfrontation meiden.
- Bei Verdacht oder akuter Bedrohung sofort über die Notrufnummer 133 die Polizei verständigen.
Konsequenzen für die lokale Gemeinschaft
Solche Betrugsformen treffen oft Menschen, die spontan helfen wollen oder sich unter Druck gesetzt fühlen. Das Vertrauen in legitime Hilfsorganisationen leidet, wenn gefälschte Spendenlisten den Eindruck erwecken, als handle es sich um gut organisierte Sammlungen. Für Betreiberinnen und Betreiber von Einkaufszentren und Supermärkten sowie für Marktveranstalter bedeutet das: erhöhte Aufmerksamkeit und gegebenenfalls die Information der Kundinnen und Kunden durch Aushänge oder Personalansagen.
Die Polizei weist darauf hin, dass Opfer möglichst genau beobachten sollen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, und alle relevanten Beobachtungen bei einer Anzeigenaufnahme angeben. Eine Anzeige kann weiteren Tätern das Handwerk legen und hilft, Muster zu erkennen, die zu Fahndungserfolgen führen.
Was die Behörden leisten können
Die Exekutive nimmt Hinweise aus der Bevölkerung ernst und bittet darum, solche Vorfälle zu melden. Hinweise auf Verdachtsmomente – etwa auffällige Fahrzeuge, wiederkehrende Personenbeschreibungen oder konkrete Zeitangaben – beschleunigen Ermittlungen. Die rasche Meldung über die Notrufnummer 133 ermöglicht der Polizei, zeitnah zu reagieren und Gefährdungspotential zu verringern.
| Fakt | Bekanntes Detail |
|---|---|
| Ort | Leoben (Supermarkt-Parkplätze, Geschäfte, öffentlicher Raum) |
| Täter | Mindestens zwei Männer |
| Modus | Gefälschte Spendenlisten, Angabe, stumm und taub zu sein |
| Fluchtfahrzeug | Weißer Mercedes |
| Polizeiruf | Notruf 133 |
Für die Menschen im Bezirk Leoben gilt: Wachsamkeit schützt am besten vor finanziellem Schaden. Die Kombination aus genauer Beobachtung, Zurückhaltung bei spontanen Geldgaben und sofortiger Meldung an die Polizei kann weitere Vorfälle verhindern.