Schwer zugängliches Gelände erschwert Brandbekämpfung
Im Riedingtal im Lungau sind die Löscharbeiten an zwei Waldbrandstellen seit dem frühen Samstagmorgen in vollem Gange. Bei der ersten Brandstelle arbeiten Einsatzkräfte daran, alle Glutnester im steilen, schwer zugänglichen Gelände zu erreichen. Dort werden betroffene Bäume zerkleinert und mit Löschrucksäcken abgelöscht; außerdem wird der Waldboden aufgegraben, um tiefer liegende Brandherde freizulegen.
Die Trupps an dieser ersten Stelle wurden per Hubschrauber zur Einsatzstelle geflogen. Insgesamt stehen nach Angaben der Einsatzleitung derzeit rund 50 Kräfte im Einsatz.
Zweite Brandstelle auf Moosalm: Löschflüge wirkungslos
Die rund acht Kilometer entfernte, zweite Brandstelle auf der Moosalm stellt die Einsatzkräfte vor größere Probleme. Die bisherigen Löschflüge zeigten in der steilen Felswand nicht den gewünschten Erfolg. Ein Transport per normalem Fußweg ist unmöglich; deshalb prüft die Feuerwehr gemeinsam mit der Bergrettung, wie Personal sicher direkt in die Wand gebracht und dort eine Erdlöschung begonnen werden kann.
Das Feuer war bereits am Freitagabend entdeckt worden. Nachts erschwerte die Dunkelheit einen Hubschraubereinsatz, daher setzte die Drohnengruppe Lungau zur Erkundung ein. Der Kontrollflug bestätigte unter anderem, dass inmitten eines dichten Waldstücks ein brennender Baumstamm lokalisiert worden war. Eine nächtliche Besteigung der steilen Hänge wurde von der Bergrettung als zu gefährlich eingeschätzt; deshalb starteten die verstärkten Maßnahmen am Samstagmorgen ab etwa 5 Uhr mit Luftunterstützung.
- Ort: Riedingtal / Moosalm (Lungau, Zederhaus)
- Einsatzkräfte: rund 50
- Maßnahmen: Löschflüge, Bodentrupps per Hubschrauber, geplantes Abseilen von Einsatzkräften in Felswand
Was das für Anrainer bedeutet
Für die Bevölkerung in und um Zederhaus bedeutet die Lage eine andauernde Präsenz von Einsatzkräften und Hubschraubern; mit Lärm und Sichtbehinderungen durch Löschflüge ist zu rechnen. Aktuell liegen keine Informationen über Evakuierungen oder direkte Gefährdungen bewohnter Bereiche vor. Sollte sich die Lage verschlechtern, wird die Einsatzleitung weitere Maßnahmen ankündigen.
Für Waldbesucher und Wandernde gilt vorerst, die Einsatzstellen großräumig zu meiden und Sperrungen zu respektieren, um Einsatzkräfte nicht zu behindern und die eigene Sicherheit nicht zu gefährden.
| Aspekt | Bekannte Angaben |
|---|---|
| Entdeckung | Freitagabend |
| Beginn intensiver Bodenmaßnahmen | Samstag, ab ca. 5 Uhr |
| Anzahl Einsatzkräfte | rund 50 |
Die Lage bleibt weiterhin dynamisch. Die Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Bergrettung und Luftunterstützung arbeiten koordiniert, um Glutnester auch in schwer zugänglichem Gelände zu erreichen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.