Sanierung beginnt während der Ferien, Ziel: Rückkehr im Herbst
In Hermagor fällt noch in diesem Sommer der Startschuss für die umfangreiche Sanierung der Volksschule Egg. Der Gemeinderat stimmte einem Finanzierungsplan mit einem Gesamtvolumen von rund 1,4 Millionen Euro zu. Die Bauarbeiten sind so terminiert, dass sie mit Beginn der Sommerferien starten; wenn der Ablauf planmäßig verläuft, sollen Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonal Ende September in die modernisierte Schule zurückkehren.
Wer trägt welche Kosten?
Die Finanzierung teilt sich zwischen Land und Gemeinde auf. Das Land Kärnten übernimmt einen Großteil; die Stadtgemeinde bringt Eigenmittel ein. Für Eltern und Schulträger wichtig: die Förderung reduziert die unmittelbare Belastung der Gemeindehaushalte, verlangt aber auch eine tragfähige kommunale Finanzplanung.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Gesamtvolumen Sanierung Volksschule Egg | rund 1,4 Millionen Euro |
| Beitrag Land Kärnten | 820.000 Euro |
| Eigenmittel Stadtgemeinde | 580.000 Euro |
Begleitende Infrastruktur: Radwege und Ortsdurchfahrt
Neben dem Schulbauprogramm wurden auch Mobilitätsprojekte beschlossen. Die Erneuerung des überregionalen Radweges R3 zwischen Postran und Möderndorf ist geplant; die Gesamtaufwendungen hierfür werden mit rund 450.000 Euro veranschlagt. Laut Beschluss tragen zwei Drittel dieses Betrags das Land Kärnten, ein Drittel die Stadtgemeinde.
Außerdem steht eine umfassende Sanierung der Ortsdurchfahrt am Pressegger See (Paßriacher Landesstraße, LR 26) an, die zugleich Teil des Radweges R3a ist. Im Zuge der Arbeiten wird auch der Gehsteig erneuert; die Stadtgemeinde steuert hierfür etwa 150.000 Euro bei.
Was bedeuten diese Maßnahmen für Eltern, Kinder und Schulbetrieb?
- Während der Bauphase (Sommer bis voraussichtlich Ende September) sind Ausweichlösungen für allfällige Betreuung und Ferienprogramme zu prüfen.
- Verbesserte Radwege und Gehsteige erhöhen langfristig die sichere Schulwegsituation für Fußgänger und Rad fahrende Kinder.
- Eltern sollten sich über konkrete Abläufe vor Beginn des Schuljahres informieren: Bring- und Abholzonen, mögliche Halteverbote oder Umleitungen können temporär gelten.
„Nach intensiven Verhandlungen mit dem Land können wir diese wichtigen Zukunftsprojekte nun umsetzen. Mein Dank gilt Gemeindereferentin Landesrätin Sara Schaar Lagger-Pöllinger sowie Straßenbaureferent Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber für die gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig zeigt sich, dass eine solide Gemeindefinanzierung die Voraussetzung dafür ist, den erforderlichen Eigenanteil aufzubringen und solche Investitionen überhaupt möglich zu machen.“
Der Bürgermeister betont damit die Bedeutung interkommunaler und landesweiter Kooperation für die Umsetzung schulischer und verkehrlicher Projekte. Für Entscheidungsträger in anderen Gemeinden kann das Modell als Beispiel dienen: Mit Förderungen durch das Land und entsprechender Eigenbeteiligung der Gemeinde lassen sich in kurzer Frist wichtige Bildungs- und Mobilitätsprojekte realisieren.
Eltern und Lehrkräfte werden kurzfristig über konkrete Ablaufpläne und eventuelle Einschränkungen informiert werden müssen. Die Vergabe der Bauaufträge erfolgte größtenteils an heimische Unternehmen; Planung und Planungsträger sind dem Gemeinderatsbeschluss zufolge das Architekturbüro Ronacher.
Zusammenfassend schaffen die Maßnahmen sowohl kurzfristig Bauaktivitäten und organisatorischen Bedarf im Schulbetrieb als auch langfristig bessere Lernräume und sicherere Schulwege. Wer betroffen ist, sollte die Mitteilungen der Stadtgemeinde verfolgen und sich bei der Schule nach konkreten Betreuungs- und Organisationsregelungen erkundigen.