Villach hat am Freitag ein neu aufbereitetes Sicherheitskonzept für den traditionellen Kirchtag vorgestellt. Zwei Wochen vor dem Beginn der Veranstaltung betonten Verantwortliche, dass das seit 2015 bestehende Konzept einer gründlichen Aktualisierung unterzogen wurde. Ziel ist es, die größte Brauchtumsveranstaltung Österreichs an die aktuellen Erfordernisse der Gefahrenabwehr und des Crowd-Managements anzupassen.
Neue Einsatzzentrale und Technik sollen Lagebilder liefern
Ein zentraler Baustein des Updates ist eine ständig besetzte Einsatzzentrale am Hans-Gasser-Platz. Von dort aus sollen Lagebilder bewertet und Maßnahmen rasch koordiniert werden. Dazu wird, so die Präsentation, ein erweitertes System zur Überwachung von Besucherströmen eingesetzt: mittels Videoüberwachung sollen Stauungen und Engpässe frühzeitig erkannt und Sicherheitskräfte zielgerichtet eingesetzt werden.
"Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber wir wollen für die bestmögliche Sicherheit sorgen"
Als externen Experten zog die Stadt Herbert Wagner hinzu, der bereits Sicherheitskonzepte für Großereignisse wie den Song Contest und das Donauinselfest erarbeitet hat. Aufbauend auf einer umfassenden Risikoanalyse wurde das neue Konzept in Abstimmung mit Behörden und Einsatzorganisationen erstellt.
Konkrete Maßnahmen und ihre Funktion
Zur Verringerung konkreter Risiken wurden mehrere technische und organisatorische Maßnahmen angekündigt. Die geplanten Vorkehrungen betreffen Beleuchtung, Stromversorgung und Zugangsregelungen:
- Ständig besetzte Einsatzzentrale zur Lagebeurteilung und Koordination
- Videoüberwachung zur Erkennung von Menschenansammlungen und Engstellen
- Ausgebaute Sicherheitsbeleuchtung, gesichert durch Notstromaggregate
- Fahrverbot für die Veranstaltungszone ab 16.00 Uhr
Die Organisatoren führen an, dass durch diese Maßnahmen das Crowd-Management deutlich verbessert werden soll: Engstellen würden schneller sichtbar, Security-Personal könne zielgerichtet eingreifen und Besucherströme umgeleitet werden.
| Maßnahme | Zweck |
|---|---|
| Ständig besetzte Einsatzzentrale | Rasche Lagebeurteilung und Koordination von Einsatzkräften |
| Videoüberwachung | Erkennung von Stauungen/Engpässen, Steuerung der Besucherströme |
| Erweiterte Beleuchtung + Notstrom | Erhöhung der Sichtbarkeit und Betriebssicherheit auch bei Stromausfall |
| Fahrverbot ab 16.00 Uhr | Schutz der Fußgängerzone und Vermeidung von Fahrzeugen im Veranstaltungsbereich |
Beteiligte und weitere Schritte
Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit Blaulichtorganisationen, Stadtbehörden und dem Kirchtagsverein erarbeitet. Bei der Vorstellung betonten die Verantwortlichen, dass die Maßnahmen auf einer Risikoanalyse basieren und flexibel an Situationen angepasst werden können. Die Stadt will durch die Kombination aus Technik, Personal und klaren Regelungen Störungen und Gefahren minimieren.
Für Besucherinnen und Besucher sowie Gewerbetreibende in der Innenstadt bedeutet dies praktische Änderungen am Ablauf der Kirchtagswoche: das Fahrverbot in der Veranstaltungszone bereits ab 16.00 Uhr ist besonders zu berücksichtigen; Anlieferungen, Zufahrten und Parken sind entsprechend zu planen. Auch ist damit zu rechnen, dass Sicherheitskräfte verstärkt präsent sein werden, um Besucherströme zu lenken und Engpässe zu entschärfen.
Die Stadt betont, dass es trotz umfassender Vorbereitungen keine absolute Sicherheit geben kann, wohl aber Maßnahmen, die das Risiko für alle Beteiligten minimieren sollen.