Breiter Rückhalt für längere Feiertagsregelung
Der vietnamesische Gewerkschaftsbund sowie mehrere zuständige Ministerien haben in einer Stellungnahme dem vorgeschlagenen Feiertagskalender zugestimmt, der für das Jahr 2027 ein siebentägiges Neujahrsfest (Tet) und einen viertägigen Feiertag zum Vietnam-Kulturtag vorsieht. Damit liegt eine koordinierte Antwort vor, die arbeitsrechtliche, kulturelle und administrative Aspekte zusammenführt.
Konkrete Ausgestaltung des Neujahrsurlaubs
Der vorgeschlagene Plan sieht vor, dass der Urlaub zum Mondneujahr 2027 aus insgesamt sieben Tagen besteht: fünf Tage regulärer Neujahrsurlaub ergänzt durch zwei Ausgleichstage für wöchentliche freie Tage. Für den öffentlichen Dienst ergäbe sich daraus folgender Zeitraum:
| Beginn | Ende | Dauer |
|---|---|---|
| Donnerstag, 4. Februar 2027 | Mittwoch, 10. Februar 2027 | 7 Tage |
Gründe der Befürworter
Gewerkschaften und Ministerien betonen, dass die vorgeschlagene Regelung gesetzeskonform sei und Arbeitnehmern ermögliche, rechtzeitig zum Tet-Fest in ihre Herkunftsorte zurückzukehren, sich zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. Zugleich werde dadurch erwartet, dass Beschäftigte planmäßig an den Arbeitsplatz zurückkehren, was stabile Produktion und wirtschaftliche Kontinuität fördere.
- Ermöglichung familiärer und kultureller Teilnahme am Tet-Fest
- Sicherstellung planbarer Rückkehr zur Arbeit und stabiler Produktion
- Koordination zwischen Gewerkschaften und Ministerien für klare Regelungen
Auch der Kulturtag wird verlängert
Parallel dazu wurde die Gestaltung des Vietnam-Kulturtags geregelt: Durch Tausch eines Arbeitstages mit einem Wochenendtag entsteht ein viertägiger Feiertag (21.–24. November). Diese Maßnahme wurde mit dem Ziel getroffen, Beschäftigten im öffentlichen Dienst günstigere Bedingungen zur Teilnahme an kulturellen Aktivitäten und zur Erholung zu ermöglichen.
Bedeutung und mögliche Folgen
Die Entscheidung ist mehr als ein logistischer Akt zur Urlaubsplanung: Sie verknüpft staatliche Arbeitszeitpolitik mit kultureller Repräsentation. Längere, planbare Feiertage können kurzfristig touristische Nachfrage und Binnenkonsum ankurbeln, gleichzeitig aber auch Produktionspläne belasten, wenn Unternehmen und Wirtschaftszweige sich nicht rechtzeitig anpassen. Für die Kulturpolitik bedeutet der längere Kulturtag eine Aufwertung staatlich geförderter kultureller Präsenz und bietet Institutionen Möglichkeiten, Programme zur öffentlichen Teilhabe zu entwickeln. Ob die Maßnahme in der Praxis die erwarteten positiven Effekte auf Erholung, Familienleben und Wirtschaft erzielt, hängt von der Abstimmung zwischen Verwaltung, Arbeitgebern und Gewerkschaften sowie von der Umsetzung vor Ort ab.