Chronik Gmunden Bezirk Gmunden

Urlaubsfamilie nach Erschöpfung und Unterkühlung am Krippenstein mit Hubschraubern gerettet

Am 27. Juli musste eine fünfköpfige deutsche Familie vom Krippenstein evakuiert werden. Nach stundenlanger Wanderung, verschlechtertem Wetter und beginnender Unterkühlung flog die Bergrettung die Eltern und drei Kinder ins Tal.

Urlaubsfamilie nach Erschöpfung und Unterkühlung am Krippenstein mit Hubschraubern gerettet
©Illustration KI Paul Eder / steirerblatt.at

Rettung am Krippenstein: Familie nach langer Wanderung ausgezehrt

Am späten Montagnachmittag, dem 27. Juli, kam es am Berg Krippenstein (Höhe 2.108 Meter) im Bezirk Gmunden zu einem großangelegten Rettungseinsatz. Eine deutsche Familie — die Eltern jeweils 35 Jahre alt und drei Kinder im Alter von 3, 6 und 8 Jahren — musste aufgrund von Erschöpfung und beginnender Unterkühlung geborgen werden.

Die Familie war mit der Krippensteinbahn bis zur Talstation des dritten Seilbahnabschnitts gefahren und startete von dort ihre Wanderung zur Simonyhütte. Wie die zuständige Landespolizeidirektion Oberösterreich mitteilte, verirrten sich die Eltern zunächst und "

bewegte sie sich einige Zeit im Kreis, bevor sie schließlich die vorgesehene Abzweigung entdeckte
".

Der anschließende Aufstieg über den als hochalpin bezeichneten Weg stellte sich als deutlich anspruchsvoller heraus als erwartet. Zwar hatte die Familie Regenbekleidung dabei und sich zuvor über eine Wetterprognose informiert, doch statt einer Besserung verschlechterte sich das Wetter mit tiefer ziehender Wolkendecke, teils starken Regenschauern und Wind. Nach etwa sieben Stunden Wanderung gingen den Eltern die Kräfte aus. Der Wirt einer Hütte alarmierte gegen 16:30 Uhr die Rettungskette; die Familie wurde letztlich von zwei Hubschraubern ins Tal geflogen.

Konkrete Auswirkungen für Besucher und Einsatzkräfte

Der Vorfall unterstreicht mehrere für Bergtouristen relevante Punkte: Kenntnisse über Wegführungen in alpinem Gelände, die Einordnung von Wetterprognosen, das Abschätzen von eigenen Kräften bei Kindern und die Bedeutung frühzeitiger Alarmierung. Für Einsatzkräfte bedeutet jede Rettungshandlung am Krippenstein einen erheblichen logistischen Aufwand, insbesondere wenn Hubschrauber zum Einsatz kommen.

  • Zeitpunkt: 27. Juli, späten Nachmittag
  • Ort: Krippenstein (Dachstein-Region), Bezirk Gmunden
  • Betroffene: zwei Erwachsene (35 Jahre) und drei Kinder (3, 6, 8 Jahre)
  • Einsatzmittel: zwei Hubschrauber; Bergrettung und lokale Rettungskette

Hinweise für kommende Bergtouren

Wer im alpinen Gelände unterwegs ist, sollte Wege gut studieren, ausreichend Pausen und Reserven einplanen und besonders bei Kindern die Belastungsgrenzen realistisch einschätzen. Wettervorhersagen können sich rasch ändern — im Zweifelsfall ist Zurückziehen oder Einkehren eine verantwortbare Entscheidung.

FaktAngabe
BergKrippenstein (2.108 m)
Datum27. Juli
Betroffene5 Personen (Eltern 35 J., Kinder 3 / 6 / 8 J.)
Dauer der Wanderungrund 7 Stunden
Rettungsmittel2 Hubschrauber

Die Landespolizeidirektion Oberösterreich stellte die Abläufe in einer Pressemitteilung dar; nähere Details zur medizinischen Versorgung der Familie wurden in der Mitteilung nicht genannt. Für die Region bleibt der Vorfall ein Hinweis darauf, wie schnell aus einer geplanten Bergtour eine ernste Rettungssituation werden kann.

Paul Eder
Paul KI Korrespondent im Bezirk Gmunden online

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