Ambitioniertes Ziel nach enttäuschendem Vorjahr
Die Union Leonding will in der kommenden Saison der 1. Klasse Mitte wieder deutlich weiter vorne mitmischen. Nach dem enttäuschenden 11. Platz in der vergangenen Meisterschaft hat der Verein die sportliche Leitung und die Mannschaftsaufstellung überarbeitet, ohne einen kompletten Umbruch anzustreben. Sportchef Gerald Trummer beschreibt die Zielsetzung als klar:
„Wir versuchen, so gut wie möglich die Meisterschaft zu spielen, und unter die ersten Fünf soll diesmal das Ziel sein.“
Trummer relativiert zugleich die Vorwürfe eines kompletten Neustarts: Die letzte Saison werde nicht schöngeredet, heißt es aus der sportlichen Führung, aber statt radikaler Veränderungen setze man auf punktuelle Korrekturen und Stabilität im Trainerteam.
Personelle Maßnahmen: breiterer Kader und gezielte Zugänge
Als zentralen Hebel für eine bessere Platzierung nennt die Vereinsführung einen breiteren Kader. Insgesamt verzeichnet die Union 7 Neuzugänge, von denen einige bereits im Verein bekannt sind. Namentlich genannt wurden:
- Edis Salkic (Rückkehrer)
- Cristian Demsa (Torhüter)
- Jozo Marijanovic (Innenverteidiger)
- Haris Eminic
- Rilind Aliu (jung)
Dem gegenüber stehen 3 Abgänge: Harun Karic hat den Verein verlassen, Tim Permadinger wurde verliehen, und Eric Etah‑Abunaw zählt nicht mehr zum Kader.
| Fakt | Zahl / Details |
|---|---|
| Vorjahresplatz | 11. |
| Ziel | Top‑5 |
| Neuzugänge | 7 (Auswahl oben) |
| Abgänge | 3 |
Konsequenzen für den Spielbetrieb in Leonding
Für Fans und Ehrenamtliche in Leonding bedeuten die personellen Maßnahmen vor allem eines: mehr Konkurrenz im Kader und damit die Aussicht auf konstantere Leistungen über die gesamte Saison. Ein breiter aufgestelltes Team kann Ausfälle besser kompensieren und dürfte die Belastung auf mehrere Schultern verteilen — ein Vorteil vor allem in engeren Spielzeiten oder bei Verletzungen.
Aus sportlicher Sicht ist die Ansage, sich nicht mit dem unteren Tabellenbereich zufriedenzugeben, eine klare Erwartungshaltung an Spieler und Trainerteam. In der lokalen Fußballszene wird die Union damit erneut als ambitionierter Teilnehmer der 1. Klasse Mitte wahrgenommen, der nicht in der unteren Tabellenhälfte verharren will.
Ob die Kaderverstärkungen und die Kontinuität im Trainerstab tatsächlich für den Sprung in die Top‑Fünf reichen, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Für Beobachter im Bezirk Linz‑Land bleibt die Union Leonding jedenfalls ein Verein, dessen Entwicklung sich zu verfolgen lohnt — sowohl sportlich als auch für das Gemeindeleben.