Fieberbrunn: Vertikaler Sprint vor eindrucksvoller Kulisse
Die dritte Auflage der Goasleitn-Trophy verwandelte am vergangenen Wochenende den Steilhang unterhalb der Rohreralm auf 1.256 m Seehöhe erneut in eine Bühne für einen ungewöhnlichen Vertical-Wettkampf. Rund um die etwa 100 Meter lange Direttissima, deren Neigung stellenweise bis zu 100 Prozent (45°) erreicht, trafen sich Hobby- und Profisportler sowie mehrere hundert Zuschauerinnen und Zuschauer.
Die Strecke verlangt Athletinnen und Athleten alles ab: Muskelkraft und Lungenvolumen sind gefragt, ebenso wie Trittsicherheit. Zur Sicherheit ist entlang der Route ein Fixseil angebracht, zudem gilt Helmpflicht.
Ergebnisse und Höhepunkte
Bei den Damen setzte sich die deutsche Skibergsteigerin Tatjana Paller im Endlauf gegen die Lokalmatadorin Lisa Tscholl durch. Paller, international bekannt, belegte den obersten Podestplatz.
Im Herrenbewerb stellte Luis Hausladen im Halbfinale einen neuen Streckenrekord mit 54,50 Sekunden auf und gewann anschließend auch das Finale gegen den Vorjahressieger Finn Hösch.
Beim Staffelbewerb der Herren entschied das Trio des SC Sauloch (Max Fuschlberger, Paul Fürhapter, Matthäus Kracher) den Wettbewerb denkbar knapp für sich: Nur eine Zehntelsekunde trennte sie vom Verfolgerteam.
- Ort: Steilhang unterhalb der Rohreralm (1.256 m)
- Distanz: cirka 100 Meter bergauf (Direttissima)
- Steigung: bis zu 100 % (45°)
- Sicherheitsmaßnahmen: Fixseil, Helmpflicht
| Wertung | Platz 1 | Bemerkung |
|---|---|---|
| Damen | Tatjana Paller | Deutsche Skibergsteigerin, gewann das Finale |
| Herren | Luis Hausladen | Streckenrekord im Halbfinale: 54,50 s |
| Staffel Herren | SC Sauloch | Sieger mit 0,1 s Vorsprung |
Bedeutung für die Region und Ausblick
Die Goasleitn-Trophy hat sich in kurzer Zeit zu einer Veranstaltung mit Strahlkraft entwickelt. Neben sportlichen Leistungen bietet das Event lokalen Akteurinnen und Akteuren eine Plattform, Besucherinnen und Besucher in die Region zu bringen und das Angebot abseits der Wintersaison zu beleben. Für Anrainer und Veranstalter bleiben organisatorische Aspekte relevant: Zugangsregelungen, Sicherheit entlang der steilen Passagen und die Betreuung der Zuschauer vor Ort. Die Kombination aus spektakulären Rennen und geringer Infrastruktur am Hang verlangt weiterhin sorgfältige Planung.
Für Interessierte bedeuten solche Wettbewerbe außerdem: Wer teilnehmen will, muss sich auf extreme Steigungen einstellen und geeignete Schutzausrüstung (insbesondere Helm) mitbringen. Zuschauer sollten auf geeignete Wanderschuhe und wettergerechte Kleidung achten, da die Veranstaltung in alpinem Gelände stattfindet.
Die nächste Auflage der Goasleitn-Trophy dürfte wegen des erreichten Publikumsinteresses und der prominenten Teilnehmenden erneut mit großer Aufmerksamkeit gerechnet werden. Sportlich markiert der neue Rekord von 54,50 Sekunden einen Maßstab für künftige Teilnehmende.