ÖTV-Duo weiter: Grabher mühsam, Perelygina souverän
Beim mit 115.000 Dollar dotierten WTA-125-Sandplatzturnier in der Gamsstadt sicherte sich eine Reihe österreichischer Profispielerinnen wichtige Siege und steht damit ein innerösterreichisches Achtelfinal-Duell bevor. Besonders auffällig war der knappe und fehlerbehaftete Dreisatz-Erfolg einer Vorarlbergerin, die trotz unzufriedener eigener Leistung die Partie für sich entschied.
Die Partie zeichnete sich vor allem durch eine hohe Fehlerquote beim Aufschlag der Gegnerin aus: Insgesamt wurden 13 Doppelfehler notiert, zudem lag die Quote der ersten Aufschläge bei nur rund 61,2 Prozent. Das Match endete mit dem Ergebnis 6:3, 5:7, 6:4, das die Siegerin annahm, obwohl sie sich auf dem Platz „alles andere als gut gefühlt“ hatte.
„Ich habe mich am Platz alles andere als gut gefühlt.“
Demgegenüber gelang der 19-jährigen Polina Perelygina ein starker Start in das Turnier: Nach einem 2:6 im ersten Satz drehte sie die Begegnung und setzte sich schlussendlich mit dem zweiten Matchball 2:6, 6:4, 6:3 gegen Yasmine Kabbaj aus Marokko durch. Perelygina beschrieb das Debüt bei einem WTA-125-Turnier als großen Erfolg: „Besser geht es nicht“ — nun wartet im Achtelfinale die ÖTV-Konkurrentin Julia Grabher.
Weitere Österreicherinnen im Einsatz
- Die an Nummer 2 gesetzte Sinja Kraus trifft auf die Schwedin Caijsa Hennemann.
- Arabella Koller bekommt es mit der Deutschen Mona Barthel zu tun.
- Leonie Rabl spielt gegen die Niederländerin Arantxa Rus.
Diese Partien stehen ebenfalls am Dienstag auf dem Programm und entscheiden, welche weiteren heimischen Spielerinnen das Achtelfinale erreichen.
ÖTV-Herren bei ATP-Turnier in Gstaad ohne Erfolg
Parallel zum Damen-Event in der Gamsstadt verliefen die Auftritte der ÖTV-Herren beim ATP250-Turnier in Gstaad weniger erfolgreich: Joel Schwärzler unterlag dem erfahrenen Italiener Lorenzo Sonego mit 4:6, 6:7(4). Jurij Rodionov verlor seine Erstrunden-Partie gegen den Franzosen Clément Tabur knapp mit 6:4, 5:7, 4:6.
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| Grabher – Gegnerin | 6:3, 5:7, 6:4 |
| Perelygina – Y. Kabbaj | 2:6, 6:4, 6:3 |
| J. Schwärzler – L. Sonego (Gstaad) | 4:6, 6:7(4) |
| J. Rodionov – C. Tabur (Gstaad) | 6:4, 5:7, 4:6 |
Was das für den Bezirk Kitzbühel bedeutet
Für Tennisinteressierte in der Region ist das Turnier in der Gamsstadt weiterhin attraktiv: Neben dem sportlichen Wert für die Athletinnen bietet ein mögliches ÖTV-Duell in der nächsten Runde zusätzliche lokale Brisanz. Zuschauerinnen und Zuschauer können die Spiele vor Ort verfolgen; Termine und Paarungen werden tagesaktuell vergeben, da mehrere Begegnungen noch ausstehen.
Für Heimatfans und Angehörige heimischer Profis bleibt der Blick auf das Turnierprogramm lohnend: Ein weiterkommen der ÖTV-Spielerinnen erhöht die Chance auf weitere Matches mit Beteiligung österreichischer Spielerinnen – und auf mediale Aufmerksamkeit für den Standort.