Die erstmals in Kitzbühel ausgetragene WTA-125-Veranstaltung sorgt bereits in der zweiten Runde für nationale Aufmerksamkeit: Julia Grabher und Ekaterina Perelygina gewannen ihre Auftaktpartien und treffen damit in einem rein österreichischen Achtelfinalduell aufeinander. Für das Turnier bedeutet das: Mindestens eine heimische Akteurin ist am Freitag im Viertelfinale vertreten.
Erstkampf über volle Distanz
Die routinierte Vorarlbergerin Julia Grabher (WTA 116) setzte sich nach einem schwer umkämpften Match gegen die Rumänin Elena Ruxandra Bertea (WTA 269) in drei Sätzen durch. Die Partie dauerte rund zweiinhalb Stunden und endete 6:3, 5:7, 6:4 zugunsten Grabher. Die 30-jährige Gewinnerin kommentierte den Arbeitssieg als sehr mühsam, betonte aber, dass sie sich trotz schlechter Tagesverfassung durchgebissen habe und nun konzentriert in die nächste Runde blicke.
Junge Spielerin mit Home-Run
Ekaterina Perelygina, die mit einer Wildcard angetretene 19-jährige Staatsmeisterin (WTA 558), gab ihr WTA-Debüt in Kitzbühel und zeigte dabei große kämpferische Qualitäten. Nach einem verlorenen ersten Satz (2:6) kämpfte sie sich gegen Yasmine Kabbaj (WTA 271) zurück, gewann den zweiten Satz 6:4 und entschied den dritten mit 6:3. Im Anschluss äußerte sie große Freude über den Heimsieg.
„Erstes WTA-Match, erster Sieg – und das zuhause. Ich bin super happy“, sagte Perelygina nach ihrem Auftritt.
Die junge ÖTV-Vertragsspielerin beschrieb, dass sie im Auftaktsatz nicht gut ins Match fand und die Nerven mitspielten. Im weiteren Verlauf habe sie sich jedoch gesteigert; einziges Manko waren laut ihr zu passive Momente bei Breakbällen im dritten Durchgang.
- Spielerinnen: Julia Grabher (30) vs. Ekaterina Perelygina (19)
- Bedeutung: garantiertes rot-weiß-rotes Viertelfinale
- Turnier: Generali Open Ladies Kitzbühel, WTA-125
Ergebnisse im Überblick
| Spielerin | Gegnerin | Ergebnis |
|---|---|---|
| Julia Grabher | Elena Ruxandra Bertea | 6:3, 5:7, 6:4 |
| Ekaterina Perelygina | Yasmine Kabbaj | 2:6, 6:4, 6:3 |
Für die lokale Tennisgemeinde in und um Kitzbühel ist das Generationenduell besonders reizvoll: Es vereint Erfahrung und Routine mit jugendlichem Aufbruch und fördert die Sichtbarkeit heimischer Spielerinnen auf internationaler Bühne. Zuschauer in Kitzbühel dürfen sich auf ein Duell einstellen, in dem sowohl taktische Reife als auch Entschlossenheit und Publikumssupport eine Rolle spielen dürften.
Darüber hinaus steht beim mit 115.000 Dollar dotierten Sandplatzturnier weiters fest, dass weitere ÖTV-Spielerinnen wie Sinja Kraus, Arabella Koller und Leonie Rabl an den folgenden Tagen im Einsatz sind. Für Tennisfans im Bezirk ist das Turnier eine Gelegenheit, Spitzensport auf heimischem Sand zu verfolgen und die Entwicklung österreichischer Talente direkt zu beobachten.