Als Antwort auf die bevorstehende Sperre des Neutors und den damit erwarteten Mehraufwand für Pendlerinnen und Pendler starten das Land Salzburg, die Stadt Salzburg und der Salzburger Verkehrsverbund (SVV) ab dem 1. September eine koordinierte Öffi-Offensive. Kernpunkte sind 20.000 kostenlose Schnuppertickets sowie ein neu gestaltetes, hochflexibles Klimaticket mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit bis Jahresende.
Was die Gratis-Tickets leisten sollen
Die Schnuppertickets gelten jeweils für einen Tag und umfassen alle SVV-Bahn- und Buslinien im Zentralraum sowie die Buslinien 260 (Salzburg–Zell am See) und 270 (Salzburg–Tamsweg). Die Verteilung ist wie folgt geplant:
- 5.000 Tickets für die Umlandgemeinden
- 5.000 Tickets für die Stadt Salzburg
- 10.000 Tickets direkt verteilt durch den SVV
Die Ausgabe erfolgt einerseits über die betroffenen Gemeinden, andererseits direkt an Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die während der Rushhour in Staus oder Wartezeiten geraten sind. Ziel der Maßnahme ist es, Bürgerinnen und Bürgern einen niederschwelligen Einstieg in die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu ermöglichen, ohne dass sie zunächst in ein längerfristiges Abo investieren müssen.
Neues Klimaticket: Flexibilität statt Bindung
Parallel dazu startet eine Sonderaktion für das Klimaticket: Wer zwischen dem 1. September und dem Jahresende ein Klimaticket erwirbt, kann dieses anschließend monatlich kündigen, ohne zusätzliche Kosten. Damit entfällt die bisher übliche langfristige Bindung und Vorauszahlung. Laut Angaben profitieren verschiedene Gruppen unterschiedlich von dem Angebot:
| Personengruppe | Monatlicher Preis |
|---|---|
| Erwachsene (Salzburger) | 33,25 Euro |
| Seniorinnen/Senioren <26 Jahre | 24,91 Euro |
Zum Vergleich: Ein reguläres Monats-Ticket für eine einzelne Region kostet derzeit rund 71 Euro, damit liegt das Angebot deutlich darunter und soll vor allem Pendlerinnen und Pendler zum Wechsel bewegen.
Politische Begleitung und Zweck der Maßnahme
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) betonte die Unterstützungsbereitschaft von Land und SVV gegenüber der Stadt in der Phase intensiver Baustellenarbeiten. In der Mitteilung heißt es:
„Selbstverständlich unterstützen das Land und der Salzburger Verkehrsverbund die Stadt in der herausfordernden intensiven Baustellenphase. In dieser Zeit wird der öffentliche Verkehr eine Schlüsselrolle übernehm
Die Aktion ist als kurzfristige Entlastung gedacht, um Verkehrsüberlastungen durch die Neutorsperre abzufedern und den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver zu machen. Praktisch bedeutet das für Pendlerinnen und Pendler: Geringere Einstiegshürden, niedrigere monatliche Kosten und die Möglichkeit, das Angebot zeitlich flexibel zu testen.
Was das konkret für Salzburg bedeutet
Für Einwohnerinnen und Einwohner des Zentralraums Salzburg ist das Paket ein Instrument, um den morgendlichen Pendelverkehr während der Baustellenphase zu entzerren. Besonders Familien, Berufspendler und Schülerinnen und Schüler, deren tägliche Wege durch die Sperre betroffen sind, könnten kurzfristig entlastet werden. Entscheidend bleibt, wie schnell die Tickets vor Ort verfügbar sind und wie effektiv die Ausgabe an Staugeplagte organisiert wird.
Details zu Bezugsstellen und genauen Ausgabemodalitäten wollen Land, Stadt und SVV noch kommunizieren; Betroffene sollten daher die offiziellen Kanäle des SVV und der Gemeindeverwaltungen beobachten.