Am Samstag, dem 25. Juli, und Sonntag, dem 26. Juli, finden im Universitätssportzentrum Innsbruck die Leichtathletik-Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse statt. Nach 2019 ist die wichtigste heimische Meisterschaft damit wieder in der Tiroler Landeshauptstadt zu Gast. Das Wochenende markiert für viele Athletinnen und Athleten die heiße Phase vor der Europameisterschaft in Birmingham (10.–16. August).
EM-Teilnehmer nutzen Innsbruck als Generalprobe
Von den bereits fixierten EM-Starterinnen und -Startern werden zahlreiche Athletinnen und Athleten in Innsbruck an den Start gehen. Die Veranstaltung dient nicht nur dem nationalen Titelkampf, sondern für viele auch als letzte Möglichkeit, sich im World-Ranking noch entscheidend zu verbessern: mit Sonntag endet der EM-Qualifikationszeitraum.
Aus dem verfügbaren Teilnehmerkreis sind folgende etablierte Namen genannt, die in Innsbruck an den Start gehen:
| Athletin/Athlet | Verein | Disziplin |
|---|---|---|
| Victoria Hudson | SVS-Leichtathletik | Speerwurf |
| Caroline Bredlinger | LT Bgld Eisenstadt | 800 m |
| Magda Karall | LT Bgld Eisenstadt | 800 m |
| Karin Strametz | SU Leibnitz | 100 m Hürden |
| Lukas Weißhaidinger | ÖTB-OÖ LA | Diskuswurf |
Favoritinnen, Chancen und Hintergründe
Im Speerwurf gilt Victoria Hudson als haushohe Favoritin; die Speerwurf-Europameisterin feiert in Innsbruck ihr spätes Saisondebüt und hat die Mission der Titelverteidigung im Blick. Sollte sie erfolgreich sein, könnte Hudson in Innsbruck ihren achten Staatsmeistertitel erringen.
Überraschend junges Potenzial mischt das Feld im Mittelstreckenbereich auf: Caroline Bredlinger aus Eisenstadt erscheint als klare Goldkandidatin im 800-m-Lauf und strebt zudem ein Double über 800 und 1500 Meter an. Mit ihr im Rennen ist die 15-jährige Magda Karall, die erst kürzlich bei der U18-EM Silber gewann und auch in Innsbruck als Medaillenkandidatin gilt.
- Die Meisterschaften sind zugleich eine Generalprobe für Birmingham (EM 10.–16. August).
- Der EM-Qualifikationszeitraum endet am Sonntag – für einige Athletinnen und Athleten ist dies die letzte Chance.
- Marathonläuferinnen und -läufer wie Julia Mayer, Eva Wutti und Andreas Vojta fehlen aus nachvollziehbaren Gründen.
Auch andere etablierte Namen, etwa Karin Strametz über 100 m Hürden, kehren nach einer leichten Unterbrechung durch Krankheit in die Wettkämpfe zurück und peilen rechtzeitig zur EM wieder Top-Form an. Zu beachten ist, dass einzelne Disziplinen und Teilnehmerinnen/teilnehmer getrennten Vorbereitungen folgen; die Staatsmeisterschaften bieten deshalb unterschiedliche Belastungssituationen, von Saisondebüt bis Formtest.
Für das Publikum in Innsbruck bietet das Wochenende die Gelegenheit, nationale Spitze live zu sehen und zugleich Ausschau nach möglichen Überraschungen für die Europameisterschaft zu halten. Sportinteressierte sollten sich vor Ort über Zeitpläne und Einlassbedingungen informieren, da der sportliche Fokus in diesen beiden Tagen vor allem auf den EM-Aspiranten liegt.