Mehr Mobilität und Teilhabe für Bewohner des Stadtheims
Im Traude Dierdorf-Stadtheim des Hauses der Barmherzigkeit gehören seit einigen Jahren Rikscha-Fahrten zum Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner. Träger der Initiative ist der Verein Radeln ohne Alter, der speziell Menschen mit körperlichen Einschränkungen solche Ausflüge ermöglicht. Stadtrat LAbg. Philipp Gerstenmayer informierte sich vor Ort über das Projekt und würdigte seine Bedeutung für die Lebensqualität der Teilnehmenden.
Ablauf, Umfang und Förderungen
Die Fahrten finden in der Regel von Mitte April bis Ende September im Zwei-Wochen-Rhythmus statt, meist an Donnerstagen zwischen 14 und 16 Uhr. Pro Termin können bis zu acht Personen mitfahren: vier Sitzplätze für mobilere Gäste und vier Plätze für Personen im Rollstuhl. Jede Fahrt dauert etwa 20 bis 25 Minuten.
- Organisator: Verein Radeln ohne Alter
- Ort: Traude Dierdorf-Stadtheim (Haus der Barmherzigkeit)
- Zeitraum: Mitte April bis Ende September, alle 2 Wochen
- Teilnehmerzahl pro Termin: 8 (4 Rollstuhlplätze + 4 mobile Plätze)
- Fahrtdauer: ca. 20–25 Minuten
Beliebte Ziele sind Wiener Neustädter Kanal, der Akademiepark oder Wohngegenden, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner früher gelebt haben. Die Beteiligten melden sich vorab beim Heimpersonal an, das die Organisation übernimmt.
„Im Haus der Barmherzigkeit gibt es einen Slogan, der lautet ‚Es lebe das Leben‘. Und zu diesem Motto passen die Rikscha-Fahrten von Radeln ohne Alter ganz wunderbar“,
so Stadtrat Gerstenmayer, der den Projektpartnern und dem Team des Stadtheims seinen Dank aussprach.
Städtische Unterstützung und praktische Bedeutung
Die Stadt Wiener Neustadt unterstützt das Vorhaben seit dessen Beginn aus dem Sozialbudget. Zu Projektstart wurde eine Rikscha finanziert; in diesem Jahr gab es eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro für notwendige Reparaturen. Diese Finanzierung zeigt, dass die Stadt dem Angebot einen dauerhaften gesellschaftlichen Wert beimisst.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Zeitraum | Mitte April bis Ende September |
| Rhythmus | Alle 2 Wochen (meist donnerstags) |
| Teilnehmer | 8 Personen pro Termin (4 Rollstuhlplätze + 4 mobile) |
| Förderung 2026 | 1.000 Euro für Reparaturen |
Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das Angebot mehr als eine kurzzeitige Abwechslung: Es ermöglicht soziale Kontakte außerhalb der Einrichtung, Erinnerungsorte zu besuchen und Lebensqualität trotz körperlicher Einschränkungen zu erfahren. Für Angehörige und Pflegeteams ist die Aktion ein zusätzliches Angebot, das den Alltag bereichert und Mobilitätsbarrieren kompensiert.
Wer Interesse hat oder eine Fahrt vereinbaren möchte, kann sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Traude Dierdorf-Stadtheims wenden. Die Plätze werden vorab vergeben, um die Sicherheit und die bedarfsgerechte Betreuung der Teilnehmenden zu gewährleisten.
Die Fortsetzung und Weiterentwicklung solcher Angebote bleibt eine kommunale Aufgabe, die soziale Teilhabe älterer Menschen in Wiener Neustadt konkret fördert.