Ein plötzlich auf die Fahrbahn geratenes Reh hat am Samstagabend auf der Feistritztalstraße (L403) zwischen Großsteinbach und Großhartmannsdorf eine Serie von Unfällen ausgelöst. Der erste Zusammenstoß ereignete sich gegen 19.20 Uhr, als eine Pkw-Lenkerin aus dem Bezirk Jennersdorf das Tier nicht mehr ausweichen konnte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Tier zurück auf die Gegenfahrbahn geschleudert und traf dort einen entgegenkommenden Motorradfahrer.
Verlauf: Erstaufprall und nachfolgende Manöver
Der Motorradfahrer, der vom Reh getroffen wurde, zog sich nach Angaben der Polizei Verletzungen unbestimmten Grades zu. Mehrere nachfolgende Biker hielten an, um Hilfe zu leisten; ihre Motorräder standen daraufhin auf der Fahrbahn und bildeten ein Hindernis.
Eine Gruppe von fünf Motorradfahrern, die aus Großhartmannsdorf kam, musste ausweichen. Dabei versuchte ein 60-jähriger Motorradlenker aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, links an den stehenden Motorrädern vorbeizufahren und touchierte das Fahrzeug einer 34-jährigen Autofahrerin aus dem Bezirk Südoststeiermark. Der 60-Jährige stürzte und verletzte sich ebenfalls unbestimmten Grades.
„Der Unfall ereignete sich am Samstag gegen 19.20 Uhr zwischen Großsteinbach und Großhartmannsdorf.“
Einsatzlage und Versorgung
Bei dem Einsatz waren neben dem Roten Kreuz auch die Feuerwehren Großhartmannsdorf, Obgrün und Großsteinbach im Einsatz. Insgesamt standen rund 40 Einsatzkräfte im Einsatz, um die Unfallstelle abzusichern und die Verletzten zu versorgen. Der 60-jährige Motorradlenker wurde nach der Erstversorgung durch Notarzt und Rettungsdienst ins LKH Feldbach gebracht.
- Uhrzeit: ca. 19.20 Uhr
- Ort: L403 zwischen Großsteinbach und Großhartmannsdorf
- Verletzte: Zwei Motorradfahrer (Verletzungen unbestimmten Grades)
- Einsatzkräfte: ca. 40, inkl. Rotes Kreuz und drei Feuerwehren
Was das für Verkehrsteilnehmer bedeutet
Der Vorfall macht deutlich, wie gefährlich Wildkontakte auf regionalen Straßen sein können: Selbst bei einem einzelnen Tier geraten durch plötzliches Anhalten oder Ausweichmanöver weitere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Insbesondere Motorradfahrer sind wegen ihrer geringeren Schutzwirkung und der erhöhten Sturzgefahr betroffen.
Für Pendler und Freizeitfahrer auf der L403 empfiehlt es sich, besonders in den Dämmerungsstunden mit Wildwechsel zu rechnen und die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. Sollte es zu einem Wildkontakt kommen, ist das sofortige Absichern der Unfallstelle durch Warnblinker und Warnwesten sowie das Reihumstellen von Fahrzeugen möglichst vom fließenden Verkehr weg wichtig, um Folgeunfälle zu vermeiden. Bei größeren Zwischenfällen sind Polizei und Rettung zu verständigen.
| Betroffene | Status |
|---|---|
| Motorradfahrer (direkt vom Reh getroffen) | Verletzungen unbestimmten Grades |
| 60‑jähriger Motorradlenker (Sturz nach Ausweichmanöver) | Verletzungen unbestimmten Grades, Transport ins LKH Feldbach |
Die genauen Umstände werden von der Polizei weiter untersucht. Für Anrainer und Verkehrsteilnehmer im Bezirk Hartberg‑Fürstenfeld bleibt der Vorfall eine Erinnerung, dass Wildwechsel auch auf gut ausgebauten Landesstraßen jederzeit zu schweren Verkehrssituationen führen kann.