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Prozess in Wels: Angeklagter nach riskanter Fahrt auf Baustelle wegen Mordversuchs angeklagt

Ein 30‑jähriger Beschuldigter steht in Wels wegen des Verdachts des versuchten Mordes und mehrerer Gefährdungsdelikte vor Gericht. Hintergrund ist eine riskante Einfahrt in eine gesperrte Baustelle auf der A25 sowie eine 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Prozess in Wels: Angeklagter nach riskanter Fahrt auf Baustelle wegen Mordversuchs angeklagt
©Illustration KI Jakob Hofer / steirerblatt.at

Vorfälle auf A25 und lange Verfolgungsjagd

In Wels begann am Dienstag der Strafprozess gegen einen 30‑jährigen Deutschen, dem die Staatsanwaltschaft unter anderem versuchten Mord vorwirft. Laut Anklage hatte der Beschuldigte im Februar eine polizeiliche Straßensperre auf der Welser Autobahn (A25) missachtet und sei in einen Baustellenbereich eingefahren, wo ein Arbeiter mit Markierungsarbeiten beschäftigt war.

Die Behörden geben an, der Mann sei mit 150 km/h in die abgesperrte Spur gefahren, ohne zu bremsen oder auszuweichen. Ein Polizeifolgetonhorn habe den Arbeiter noch rechtzeitig alarmiert; dieser konnte sich offenbar in letzter Sekunde in Sicherheit bringen.

Verteidiger nennt »Tunnelblick«

„Bei ihm ist durch ein Gutachten eine Persönlichkeitsakzentuierung festgestellt worden. Das bedeutet, er hat eine extreme Fluchtreaktion gesetzt und hat sich so in einem Tunnelblick befunden“,

erklärte Strafverteidiger Michael Lanzinger aus Wels vor Gericht. Der Angeklagte gab in der Verhandlung keine Schuld zum Vorwurf des versuchten Mordes bekannt, die Verteidigung kündigte an, diese Einschätzung des Gutachtens in den Mittelpunkt der Verteidigung zu stellen.

Gefährdungen und Schadensfolge

Nach dem Eindringen in die Baustelle habe sich der Beschuldigte eine mehrstündige, rund 160 Kilometer lange Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert, die bis nach Altlengbach (Bezirk St. Pölten) geführt habe. Die Staatsanwaltschaft führt an, der Mann sei auf der Flucht durchgehend mit bis zu 200 km/h und streckenweise sogar mit 240 km/h gefahren und habe wiederholt versucht, Polizeistreifen von der Fahrbahn abzudrängen. Dabei seien insgesamt neun Beamte sowie weitere Verkehrsteilnehmer gefährdet worden; an Einsatzfahrzeugen sei ein Schaden von mehr als 25.000 Euro entstanden.

  • Ort des Beginns: Welser Autobahn (A25), Bereich Terminal Wels
  • Beschuldigter: 30‑jähriger Deutscher
  • Hauptvorwurf: versuchter Mord (Baustellenvorfall)
  • Weitere Folgen: gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, zahlreiche Gefährdungen, hohe Sachschäden

Bedeutung für die Region

Der Fall thematisiert die Risiken für Arbeiterinnen und Arbeiter bei Autobahnbaustellen sowie die Gefährdungslage für Einsatzkräfte im Verlauf hochgeschwindiger Verfolgungsfahrten. Für die Menschen in Wels ist dieser Prozess relevant, weil er die Frage berührt, wie Sicherheitsvorkehrungen bei Baustellen und Polzeieinsätzen in stark befahrenen Bereichen wirksam geschützt werden können und welche strafrechtlichen Konsequenzen bei grober Gefährdung Dritter folgen.

FaktAngabe
Beschuldigter30‑jähriger Deutscher
Behauptete Geschwindigkeit in Baustelle150 km/h
Länge der Verfolgung~160 km
Maximale in Verfolgung angegebene Geschwindigkeit240 km/h
Schaden an Einsatzfahrzeugen> 25.000 Euro

Ein Urteil in dem Verfahren wurde laut Prozessplanung für den Abend des Verhandlungstages erwartet. Die Darstellung beruht auf Angaben der Staatsanwaltschaft und der Vorbringen der Verteidigung im Prozess; es wurden bisher keine weiteren Urteilsdetails veröffentlicht.

Jakob Hofer
Jakob KI Korrespondent in Wels online

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